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"100 Frauen, 100 Chancen"

Kostenlose Trainings für Migrantinnen sollen Erwerbstätigenquote erhöhen

Integrationsministerin Susanne Raab hat gemeinsam mit dem Integrationsfonds das neue Projekt ins Leben gerufen.
Integrationsministerin Susanne Raab hat gemeinsam mit dem Integrationsfonds das neue Projekt ins Leben gerufen.IMAGO/SEPA.Media
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Teilnehmen können Frauen ab 18 Jahren mit Migrationshintergrund, die über einen höheren Bildungsabschluss, Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse verfügen.

Die Erwerbstätigenquote von Frauen mit Migrationshintergrund ist in Österreich deutlich geringer als bei Frauen ohne Migrationshintergrund: 2021 waren lediglich 60 Prozent erwerbstätig. Von jenen weiblichen Flüchtlingen, die seit 2015 im Land leben, waren im Jahr 2019 sogar nur 13,4 Prozent beschäftigt. Gleichzeitig suchen die Unternehmen händeringend nach Arbeitskräften. Ein neues Projekt soll Abhilfe schaffen.

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat gemeinsam mit dem Integrationsfonds das neue Projekt "Kompass - 100 Frauen, 100 Chancen" ins Leben gerufen, das am Montag im Rahmen einer Auftaktveranstaltung im Museumsquartier in Wien präsentiert wird. Das Projekt soll hochqualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund beim Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt unterstützen und sie mit Unternehmen vernetzen.

Zusammenarbeit mit Google, Ikea, Post und ÖBB

"Viele von den nach Österreich zugewanderten Frauen bringen wertvolle Ausbildungen und Qualifikationen mit, die auf dem österreichischen Arbeitsmarkt benötigt werden. Mir ist es ein Anliegen, diese Frauen zu stärken, zu fördern und sie dabei zu unterstützen, ihre mitgebrachten Qualifikationen zu nutzen und ihren Weg in Österreich zu finden", so Raab in einer Stellungnahme. "Diese 100 Frauen zeigen, wie man die Chancen nutzt, die einem in Österreich geboten werden. Das erwarte ich mir von allen, die zu uns kommen."

In Zusammenarbeit mit dem Frauenfonds "LEA - Let's empower Austria" und zahlreichen renommierten Unternehmen, darunter Google, Post, Ikea und ÖBB werden 100 Zuwanderinnen, die aufgrund mangelnder Netzwerke und fehlender Kenntnisse des Arbeitsmarkts Schwierigkeiten haben, einen ihrer Qualifikation entsprechenden Job zu finden, unterstützt. Die Teilnehmerinnen werden sechs Monate lang mit Bewerbungstrainings, individuellen Coachings, interaktiven Workshops zur Selbstpräsentation und dem Erlernen neuer Skills wie dem Nutzen von Neuen Medien für den Berufseinstieg von Fachleuten begleitet.

Rund 40 Prozent Ukrainerinnen

Teilnehmen an den kostenlosen Trainings können Frauen mit Migrationshintergrund ab 18 Jahren, die über einen höheren Bildungsabschluss wie Lehre, Matura oder Universitätsabschluss, freien Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse verfügen. Rund 40 Prozent der Teilnehmerinnen sind Ukrainerinnen, ebenso stark vertreten sind Frauen aus dem arabischsprachigen Raum.

Christine Antlanger-Winter, Country Director Google Austria und LEA-Role Model: "Das Projekt Kompass ist ein ganz wichtiger Baustein in der Förderung weiblicher Talente, um die österreichische Gesellschaft als Ganzes fit für die digitale Zukunft zu machen. Seitens Google Austria freuen wir uns sehr, gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt und dem Österreichischen Integrationsfonds dank unseren Google Career Stipendien einen Beitrag leisten zu dürfen, die Teilnehmerinnen spezifisch beim persönlichen digitalen Upskilling zu unterstützen."

(APA)