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Energie

Serbien: Preisrabatte für die Stromsparer

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"Zusammen" heißt es auf diesem Plakat das von Gazprom und dem serbischen Gaskonzern NIS bei Belgrad aufgehängt wurde. Trotz seiner Treuebekundungen gegenüber Russland hat auch Serbien heuer Energieprobleme im Winter.APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC
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Serbien will mit Einsparungen und Sparanreizen kostspielige Energieimporte reduzieren. Dafür sollen auch öffentliche Einrichtungen wie Kliniken ihren Verbrauch um 20 Prozent senken.

Belgrad. Eher schlecht als gut gerüstet macht sich Serbien in den bevorstehenden Krisenwinter auf. Der staatliche Stromversorger EPS pfeift aus dem letzten Loch – und hat mit enormen Finanzproblemen zu kämpfen. Die Braunkohlekraftwerke des Balkanstaats, die 70 Prozent der heimischen Stromproduktion ausmachen, sind völlig veraltet. Die Förderanlagen des Braunkohlewerks im Kolubara-Becken fallen mit Defekten regelmäßig aus. Zu allem Übel ist auf den internationalen Energiemärkten nicht nur der Preis für Gas und Öl, sondern auch für Strom in astronomische Höhen geschossen.

Die dem russophilen EU-Anwärter von Moskau zugesicherten Gaslieferungen zum Sonderpreis reichen zur Abdeckung des Winterbedarfs keineswegs aus. Hatte Belgrad für zusätzliche auf dem freien Markt eingekaufte Strom- und Gasimporte für den kommenden Winter 1,5 Mrd. Euro vorgesehen, droht sich dieser Betrag auf drei Mrd. Euro zu verdoppeln. Mit Energieeinsparungen bei öffentlichen Einrichtungen und Stromsparanreizen für Verbraucher und Unternehmen hofft der EU-Anwärter, die kostspieligen Energieimporte zu reduzieren – und Stromrestriktionen zu vermeiden.