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Diamanten zur Kühlung von Elektronik

Diamanten Kuehlung Elektronik
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Das "Research Studio Austria" RHP-Technology räumt reihenweise Preise ab.

Je leistungsfähiger elektronische Bausteine werden, umso größer sind die Probleme bei der Abführung der Wärme. Herkömmliche Materialien sind damit bereits überfordert. Das Start-up-Unternehmen RHP-Technology verspricht Abhilfe: Die vier Jungunternehmer um Michael Kitzmantel haben unter dem Namen „DiaCool.IT“ ein heißgepresstes Gemisch aus Diamanten und Metallpulver entwickelt, das mehr Wärme abtransportieren kann. Zudem kann die thermische Ausdehnung gesteuert und an andere Materialien angepasst werden, sodass die Bauteile zuverlässiger sind.

DiaCool.IT steht kurz vor der Markteinführung, es soll beim Teilchenbeschleuniger LHC am Cern eingesetzt werden – und ist auch für die E-Mobilität oder für erneuerbare Energie interessant. Schon jetzt räumt RHP einen Forschungspreis nach dem anderen ab: beim größten österreichischen Businessplan-Wettbewerb „i2b&GO!“, beim „Edison Ideenpreis“ (OÖ) und beim „Genius Ideenpreis“ der NÖ Gründeragentur RIZ.

RHP-Technology ist ein Spin-off des Austrian Institute of Technology (AIT) und nimmt am Programm „Research Studios Austria“ (RSA) teil, in dem das Wirtschaftsministerium (BMWFJ) Technologien fördert, die kurz vor der Marktreife stehen. Die Firmen erhalten drei Jahre bis zu 70 Prozent ihrer Aufwendungen gefördert, sie müssen im dritten Jahr neue Forschungsaufträge aus der Wirtschaft in Höhe von zumindest 20 Prozent ihrer Kosten eingeworben haben.

Das BMWFJ hat nun in Kooperation mit der FFG eine zweite Ausschreibung im RSA-Programm gestartet (bis 18.März 2011). Dafür stehen 10,4 Millionen Euro bereit, davon 40 Prozent für Energietechnologien. Zudem zahlt das Ministerium sechs Mio. Euro für die Cleantech-Initiative der Austria Wirtschaftsservice (AWS), die Risikokapital für Energie- und Umwelttechnikfirmen bereitstellen soll.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.12.2010)