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Expo Real

Immobilienmesse: Wien, Österreich, Europa

Bei der 24. Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen stehen die Themen ESG, Wohnen, Zinspolitik und Klimaschutz im Vordergrund.Messe München
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Zum internationalen Branchentreffen, das vom 4. bis 6. Oktober in München stattfindet, reisen die Österreicher auch heuer wieder mit prall gefüllten Portfolios an.

Die Expo Real in München ist seit vielen Jahren eine Plattform, auf der sich Österreichs Immobilienunternehmen einem internationalen Fachpublikum präsentieren. Die Immofinanz etwa will sich im Rahmen eines aktiven Portfoliomanagements von Immobilien im Wert von rund einer Milliarde Euro trennen und nützt die Chance, hier auf viele potenzielle Investoren zu stoßen. Die Verkaufserlöse sollen dann in den Kernmärkten reinvestiert oder für die Rückführung von Verbindlichkeiten verwendet werden.

Kaufen, verkaufen

Dabei handelt es sich um einen laufenden Prozess: So wurde etwa vor Kurzem der Verkauf eines Office-Gebäudes in Prag erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig wurden 53 Retail-Immobilien in Tschechien, Polen, der Slowakei und Ungarn vom Mehrheitsaktionär CPI Property Group (CPIPG) erworben. "Das Retail-Portfolio wächst damit auf 166 Immobilien in zehn Ländern mit einer vermietbaren Fläche von mehr als 1,3 Millionen Quadratmetern", berichtet Immofinanz-Vorstand Radka Doehring über die Expansionsbestrebungen bei europäischen Retail-Parks.

Eine ähnliche An- und Verkaufsstrategie fährt man bei der S Immo AG, wie Vorstand Herwig Teufelsdorfer erklärt: "Vor allem vor dem Hintergrund der Preissteigerungen, die in den vergangenen Jahren auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu beobachten waren, prüft die Gesellschaft aktuell Möglichkeiten, diese Wertzuwächse durch Verkäufe von Wohnimmobilien in Deutschland zu realisieren." Die so gewonnene Liquidität soll in höher rentierliche Büroobjekte in Österreich und Ungarn investiert werden, "womit eine deutliche Steigerung der Ertragskennzahlen erwartet wird", so Teufelsdorfer.

Ein Projekt in Polen und eines in Deutschland stehen unter anderem für die Warimpex heuer im Mittelpunkt des Interesses. In Krakau entwickelt das Unternehmen mit dem Mogilska 35 Office ein Breeam-zertifiziertes Bürogebäude der Klasse A mit 11.900 m2 vermietbarer Fläche. In Darmstadt verfügt Warimpex neben dem Greet Hotel noch über Grundstücksreserven für hochwertige Büro- und Gewerbeflächen. "Die Entwicklung eines neuen Bebauungsplans sowie die Genehmigungsplanung für das Bürohaus West Yard 29 mit ca. 13.800 m2 vermietbarer Fläche sind bereits weit fortgeschritten", berichtet CEO Franz Jurkowitsch.

Nicht nur einzelne Projekte, sondern gleich ganze Stadtteile und Quartierentwicklungen präsentiert die ÖBB-Immobilienmanagement auf dem Gemeinschaftsstand "Wien  - Europa Mitte". "Im Fokus unserer Arbeit stehen nachhaltige Strategien und Konzepte für eine zukunftsweisende Stadt- und Liegenschaftsentwicklung", erklärt Geschäftsführerin Claudia Brey. In Wien sind es das riesige Areal des Nordwestbahnhofs und das Entwicklungsgebiet "Neues Landgut". Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklungsfläche Villach Westbahnhof; darüber hinaus sind noch eine Vielzahl an weiteren Projekten in der Pipeline, unter anderem in Graz, Linz, Salzburg und Wiener Neustadt. "Unser Ziel ist es, die ehemals betriebsnotwendigen Bahnliegenschaften langfristig in attraktive und lebendige Räume für Wohn- und Arbeitszwecke zu verwandeln", erläutert Brey die Vorhaben.

Internationale Plattform

Seit 1998 ist die Expo Real in München jährlich im Oktober drei Tage lang Gastgeber für die namhaftesten Akteure der Immobilienbranche. Heuer geht die internationale Fachmesse mit angeschlossenem Konferenzprogramm vom 4. bis 6. Oktober im Messezentrum München über die Bühne. Im Vorjahr nahmen pandemiebedingt nur rund 1200 Aussteller aus 29 Ländern und 19.200 Teilnehmer aus 52 Ländern teil, heuer werden mehr als 1900 Aussteller erwartet. Österreich ist traditionell mit den beiden Gemeinschaftsständen "Austria" und "Europa Mitte" vertreten, dazu kommen eigene Stände diverser Unternehmen.

Nicht nur die ÖBB werben für den Standort Österreich. Der Walter Business-Park präsentiert sein Produkt Office & Warehouse im Süden Wiens und leistet damit ebenfalls, wie schon seit vielen Jahren, einen Beitrag zum internationalen Standortmarketing. Walter Immobilien, ein Unternehmen der Walter Group, zeigt sich hingegen nicht nur an Österreich interessiert. Neben Wien liegt der Fokus auf dem Ankauf von neu errichteten schlüsselfertigen Mehrfamilien-Wohnhäusern in den Städten München, Berlin und Kopenhagen. Die dänische Hauptstadt ist der jüngste Investitionsmarkt des Unternehmens. Nach einem ersten Investment im August 2021 wurde vor Kurzem im angesagten Kopenhagener Stadtteil Nørrebro in ein weiteres Objekt investiert.

Fokus auf CEE-Raum

Mit Standorten in Wien, München und Budapest konzentriert sich die Süba vor allem auf die Bereiche Planung, Bau und Vertrieb von Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie die Quartiersentwicklung. "Aktuell stehen wir vor dem Baubeginn des ersten urbanen Plus-Energie-Quartiers in Wien, als Musterbeispiel nachhaltiger Stadtentwicklung", blickt Vorstand Heinz Fletzberger in die nahe Zukunft. Das PEQ21 (Plus Energie Quartier 21) ist Teil des vom Bundesministerium für Klimaschutz geförderten Forschungsprojekts "Zukunftsquartier" und vereint unter dem Fachkonzept "produktive Stadt" Wohnen, Arbeiten und Freizeit.

Die S+B Gruppe bleibt ihren Märkten Österreich und Prag wie auch in jüngerer Zeit Bukarest und Warschau weiterhin treu. "Gerade in Prag und Warschau ist ein hoher Bedarf an Arbeitsplätzen und Übernachtungsmöglichkeiten gegeben, die wir in den kommenden Jahren errichten möchten", sagt Vorstand und Gesellschafter Wolfdieter Jarisch. Seiner Meinung nach benötigt aber auch der Wohnungs- und Büromarkt in Wien noch viele außergewöhnliche Leuchtturmprojekte. Jarisch hält in diesem Zusammenhang ein Plädoyer für die gesamte Immobilienwirtschaft: "Bei allen derzeitigen Unsicherheiten bin ich davon überzeugt, dass gerade die uns alle betreffende Energie- und Umweltkrise es notwendig macht, neue innovative Projekte zu entwickeln und umzusetzen."

In dieselbe Kerbe schlägt Günther Artner, Leiter des Commercial-Real-Estate-Geschäfts der Erste Group, wenn er betont, dass "energieeffiziente Häuser beziehungsweise die energetische Sanierung von Altbauten mehr und mehr in den Vordergrund rücken". Darüber hinaus hält er dominante Shoppingcenter, die ein sehr gutes Freizeit- und Gastro-Angebot bieten, für attraktiv und erwartet, dass auch Hotels ihren Erholungstrend fortsetzen werden.

Mehr Infos unter: www.exporeal.net

 

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