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Zeilinger war immer von Quantenmechanik fasziniert - "vom ersten Moment, an dem ich davon gehört habe".
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Phsyik

Experimentator und Philosoph der Quanten: Nobelpreis für Anton Zeilinger

Die Quantenphysik bringt Österreich den nächsten Nobelpreisträger. Zeilinger wird gemeinsam mit Alain Aspect und John F. Clauser ausgezeichnet.

Ganze 77 Jahre nach dem großen Wiener Quantenphysiker Wolfgang Pauli bekommt nun erstmals wieder ein Österreicher den Physiknobelpreis: Anton Zeilinger, geboren 1945 (in dem Jahr, in dem Pauli prämiiert wurde), befasst sich wie dieser mit der Welt der Quanten. Und er hat wie Pauli unsere Sicht auf diese Welt – und überhaupt die Welt – verändert.

Auch wenn Zeilinger sich oft und klug über die Interpretation der Quantentheorie äußert: Im Prinzip ist er Experimentalphysiker. Es waren Experimente, die seinen Ruhm begründet haben, Experimente freilich mit philosophischen Implikationen, die das stützen, was so gut wie jeder große Quantenphysiker gesagt hat, von Bohr über Heisenberg und Pauli bis Feynman: Diese Theorie widerspricht unserem naiven Weltbild. Und auch den Überzeugungen Albert Einsteins, des Vaters der zweiten großen physikalischen Theorie des 20. Jahrhunderts, der Relativitätstheorie.

„Sein Bild einer real, faktisch existierenden Wirklichkeit, die in ihren wesentlichen Eigenschaften unabhängig von uns ist, diese Trennung von Wirklichkeit und Information ist offenbar nicht haltbar“, schrieb Zeilinger über Einstein in seinem Buch „Einsteins Spuk“. Was war, was ist Einsteins Spuk? Was wollte Einstein nicht wahrhaben?