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Mitreden: Wie können wir uns die Pensionen in Österreich leisten?

Die Pensionen wurden in Anbetracht der hohen Inflation kräftig erhöht. Doch können wir uns das in Österreich leisten? Und: Wie kann das Pensionssystem nachhaltiger werden? Diskutieren Sie mit!

Am Dienstag wurde es bekanntgegeben: Die Pensionen in Österreich steigen zwischen 5,8 und 10,2 Prozent. Während die untere Grenze die gesetzlich verankerte Anpassung an die hohe Inflation markiert, geht es dann sozial gestaffelt weiter. Mindestpensionen werden um 10.2 Prozent erhöht.

"Türkis-Grüne Jubelmathematik“ orten die SPÖ-Pensionisten, denn die Erhöhung würden die Preissteigerungen nicht abdecken. Die FPÖ spricht gar von „Rosstäuscherei“. Beim ÖVP-Seniorenbund ist man „einigermaßen“ zufrieden. Neos-Wirtschafts- und Sozialsprecher Gerald Loacker lobte in einer Pressemitteilung, dass die Bundesregierung den "völlig überzogenen Forderungen der Pensionistenvertreter" nicht nachgegeben habe. " Extra-Erhöhungen würden jedenfalls auf Kosten der Erwerbstätigen gehen, die Kollektivvertrags-Abschlüsse unter 5,8 Prozent akzeptieren müssten. Mehr Reaktionen lesen Sie hier.

Während der Verhandlungen befasste sich auch Ökonom Martin Gundinger vom Hayek-Institut in einem Gastkommentar mit dem Pensionsthema. Im Titel fragt es sich: „Alt und arm oder jung und ruiniert?" Gundinger meint: „Die Politik hat seit Jahrzehnten geschlafen, was die Sicherstellung der nachhaltigen Finanzierung der Pensionen betrifft.“ Die Frage, die ihn in seinem Text antreibt: „ Sind genügend Güter vorhanden, um den Pensionisten einen größeren Anteil dieser Güter zukommen zu lassen?"

Anneliese Rohrer meint in der Kolumne Quergeschrieben: „Fantasielose Forderungen werden der aktuellen Lage nicht gerecht.“ Sie greift eine Idee von Andreas Khol (ÖVP) und Karl Blecha (SPÖ) aus dem Jahr 2014 auf, nämlich die  Abschaffung der Mehrfachversicherung. Rohrer: „Was ist daran so schwer zu verstehen? Müssten arbeitende Pensionisten nicht die 36,2 Prozent abführen, hätten sie mehr Geld zur Verfügung für die Wirtschaft, der Staat keine höheren Ausgaben für die Pensionen."

Über die „wirklichen Baustellen des Pensionssystems“ schreibt Josef Urschitz. „Die weitaus größte Zahl der Pensionisten, die ASVGler, beziehen laut Jahresbericht der Sozialversicherung Pensionen, die zu 86,2 Prozent beitragsgedeckt sind.“, schreibt der Wirtschaftskolumnist, und weiter: Eine bloße Anhebung des faktischen Pensionsalters auf die gesetzlichen 65 Jahre „würde dieses Defizit weitgehend ausradieren". Bei den Beamtenpensionen sehe das ganz anders aus: „Der große und teure Pallawatsch entsteht beim Staat selbst“.

(sk)

Diskutieren Sie mit: Wie können wir uns das Pensionssystem in Österreich leisten? Und wo herrscht der größte Reformbedarf?