Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Mögliche Kürzungen bei Ö1: Thurnher offen für Gespräch

"Es muss sich manches ändern, damit vieles bleiben kann, wie es ist“, sagt die  Radiodirektorin.

Nach dem Aufschrei in Österreichs Musik- und Kulturszene gegen mögliche Einsparungen bei den Radiosendern FM4 und Ö1 meldet sich nun ORF-Radiodirektorin Ingrid Thurnher zu Wort. Und bekräftigt einerseits ihr Bekenntnis für die Absicherung und Stärkung von Ö1, verweist aber auch auf notwendige Sparziele aufgrund der "wirtschaftlich herausfordernden Zeiten".

Thurnher sehe es als eine ihrer zentralen Aufgaben als Radiodirektorin, die "Bedeutung von Ö1 abzusichern und weiter zu stärken - auch unter den derzeitigen schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen". Alle Elemente, die Ö1 ausmachen, würden auch weiterhin ihren Platz am Sender haben, so Thurnher. Dazu zählten "selbstverständlich auch zeitgenössische Musik und Jazz". Der ORF sei sich seiner wichtigen Aufgabe als Förderer und Produzent künstlerischen Schaffens unterschiedlichster Facetten bewusst. "Dieser werden Ö1 und der ORF auch in Zukunft nachkommen."

Allerdings verweist sie auch auf das derzeitige wirtschaftliche Umfeld, das nicht nur die Bevölkerung, sondern auch den ORF belaste. "Die finanzielle Entwicklung erfordert Einsparungen, die nur durch einen gemeinsamen Kraftakt zu bewältigen sind." Wie Ö1 die Sparvorgaben erreichen kann, werde derzeit vom Senderverantwortlichen und den Programmabteilungen erarbeitet. Gleichzeitig sei es Thurnher als neue Radiodirektorin auch ein Anliegen, "im Programm von Ö1 neue Akzente zu ermöglichen, die auch geänderten Hörgewohnheiten Rechnung tragen". Ihr Fazit: "Es muss sich manches ändern, damit vieles bleiben kann, wie es ist." Das Angebot für ein Gespräch mit den maßgeblichen Stimmen der heimischen Kulturszene nehme sie "sehr gerne" an.

Gegenüber dem "Standard" hatte sie angekündigt, dass sich Einsparungen bei Ö1 vor allem auf weniger gehörte Sendungen und programmliche Randzonen beschränken sollen. Darauf folgte ein Offener Brief, der von zahlreichen hochkarätigen Institutionen unterzeichnet wurde und bisher über 15.000 weitere Unterzeichner gefunden hat

(APA)