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Gastkommentar

Im Wahlkampf schimpft es sich gut auf die EU

(c) Peter Kufner
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Der Anti-EU-Zug nimmt im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf wieder Fahrt auf und feiert fröhliche Urstände.

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Das hatten wir doch schon einmal. Auch die aktuelle Bundespräsidentschaftswahl wird von so manchem Kandidaten dazu genutzt, die EU einer Fundamentalkritik zu unterziehen und einem EU-Austritt das Wort zu reden. Verklausuliert, versteht sich. Denn der Grundstock von 20 Prozent an Austrittswilligen soll angesprochen, aber die 70 Prozent der EU-Befürworter dabei lieber nicht vergrämt werden.

Schon 2016 wollte Norbert Hofer – sollte sich theoretisch die Frage eines EU-Beitritts wieder stellen – nicht für eine Mitgliedschaft stimmen. Die FPÖ brachte damals eine Volksbefragung darüber ins Spiel. Heute nimmt der Anti-EU-Zug wieder an Fahrt auf und feiert fröhliche Urstände. Walter Rosenkranz plädiert für ein Ausscheiden, wenn der angebliche Schaden für Österreich größer als der Nutzen ist. Gerald Grosz tritt gar für eine Volksabstimmung über die EU-Mitgliedschaft ein, Michael Brunner sucht sein Ausstiegsszenario und Tassilo Wallentin äußert schon mal scharfe Kritik, während Heinrich Staudinger ursprünglicheWerte vermisst. Als Einziger der Herausforderer nimmt Dominik Wlazny eine europafreundliche Position ein. Amtsinhaber Alexander Van der Bellen wiederum steht für europäische Solidarität und sieht den Zusammenhalt in Krisenzeiten als große Stärke.