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Gastkommentar

Keine andere Wahl

Ich werde Alexander Van der Bellen zum Präsidenten wählen und ich wünsche mir, dass es mir viele gleichtun.

Der Autor:

Sepp Schellhorn (*1967) ist Unternehmer, Gastronom und Politiker. Er war von 2014 bis 2021 Abgeordneter der Neos.

Es ist vor allem die Mutlosigkeit mancher Parteien, die uns die vorliegende Kandidatenliste für den 9. Oktober beschert hat. Eine Kandidatin sucht man leider vergeblich. Dennoch ist jeder, der antritt, mit Respekt zu behandeln. Dominik Wlazny ist alles andere als ein „Spaßkandidat“, er ist ein ernst zu nehmender Name auf dem Wahlzettel. Walter Rosenkranz ist ein von mir geschätzter Parlamentarier, der ein relevantes Stück Österreich repräsentiert. Sie und die anderen Kandidaten sind aber nicht die Personen, die ich für die Besten für das Amt halte. Gerade in der aktuellen Lage.

Einen Schritt zurück, damit Sie wissen, was mich bewegt: Ich halte Russland für den Aggressor, der mit allen Mitteln bekämpft gehört. Ich glaube, dass die Energiekrise die größte Herausforderung für uns Menschen und für unsere Unternehmen ist. Ich sehe, dass unsere Sozialsysteme falsch gestaltet sind und den Schwachen nicht ausreichend helfen und den Könnenden die Motivation nehmen. Ich sehe, dass das Mitgefühl zerstört wird, um billig Wahlen zu gewinnen. Ich weiß, dass Humanität gerade zum menschlichen Defizit und nicht zur Stärke ernannt wird. Ich glaube, dass es uns gerade nicht gut geht.

Wo Wut ist, wird es kalt

Wo die unbezahlbare Stromrechnung zur Ohnmacht gegenüber dem Staat wird. Wo der Schlüssel zum letzten Mal beim eigenen Wirtshaus umgedreht werden muss, weil Welt und Politik versagt haben. Wo Wut aus dem Bett treibt, wird es kalt.