Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Sexueller Missbrauch

Keine Ermittlungen gegen angebliche Mittäter im Wiener Missbrauchsfall

Die Opferanwältin hatte die beiden Männer angezeigt. In ihrer Sachverhaltsdarstellung wurde der Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Unmündigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses geäußert.

Die Staatsanwaltschaft Wien wird vorerst keine Ermittlungen gegen zwei angebliche Mittäter eines Wiener Sportlehrers einleiten, der an einer Wiener Mittelschule etliche Buben im Alter von neun bis 14 Jahren missbraucht haben dürfte. Das teilte Behördensprecherin Judith Ziska am Mittwochnachmittag bekannt. Die Wiener Rechtsanwältin Herta Bauer, die nach eigenen Angaben mehrere Opfer vertritt, hatte die beiden Männer am 26. September angezeigt.

In Bauers Sachverhaltsdarstellung wurde der Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Unmündigen und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses geäußert. Die zwei langjährigen Bekannten des Sportlehrers - ein ehemaliger Schüler des Pädagogen sowie ein früherer Lehrer an einer anderen Schule und Basketball-Trainer - sollen von diesem bei einem Sportverein "eingeschleust" worden sein. Dort hätten sie sich gegenüber Kindern und Jugendlichen übergriffig verhalten, lautete die Verdachtslage.

Derzeit keine Opfer der Männer bekannt

Nach Prüfung des Anfangsverdachts kam die Anklagebehörde allerdings zum Schluss, dass die aktuelle Verdachtslage nicht für ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren reicht. "Die geäußerten Verdachtsmomente beruhen auf anonymen Anzeigen und Vermutungen, die für sich allein keinen konkreten Anfangsverdacht in Richtung einer strafbaren Handlung begründen können", erläuterte Behördensprecherin Ziska. Der Staatsanwaltschaft seien derzeit keine Opfer bekannt.

"Sollte es Opfer geben, sind diese eingeladen, sich mit Opferschutzbehörden oder den Sicherheitsbehörden in Verbindung zu setzen", betonte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Diesfalls würde die Sachlage selbstverständlich einer neuerlichen Prüfung unterzogen.

(APA)