Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Energieversorgung

Balkon-Kraftwerk und Biomeiler

Zusatzenergie: Solarkleinanlage auf dem Balkon.
Zusatzenergie: Solarkleinanlage auf dem Balkon.Getty Images/iStockphoto
  • Drucken

Welche Möglichkeiten der alternativen Energieversorgung es für Privathaushalte gibt, und was zu beachten ist.

Explodierende Energiekosten, nachhaltiges Denken und der Wunsch nach Autarkie motivieren immer mehr Privathaushalte dazu, sich nach Alternativen in der Energieversorgung umzusehen. Denn Energie ist im Haushalt allgegenwärtig: Sie wird unter anderem zum Heizen, Kühlen, Kochen, Waschen, aber auch zum Betrieb von Unterhaltungselektronik benötigt. Kein Wunder also, dass die Quelle von Strom und Wärme zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt ist. Im Moment machen vor allem die stark steigenden Energiepreise zu schaffen: Im August etwa hat sich Haushaltsenergie nach Angaben der Statistik Austria im Schnitt um 8,6 Prozent verteuert. Die Preise für Strom und Gas sind demnach um jeweils sieben, jene für Heizöl um 30 Prozent gestiegen.

Montiert am Wintergarten

Immer mehr Haushalte sind daher auf der Suche nach Alternativen auf Basis erneuerbarer Quellen. Als umweltfreundliche Gratis-Energiequelle ist dabei besonders die Sonne gefragt, die Nachfrage nach PV-Anlagen ist in den vergangenen Monaten geradezu explodiert. Dabei werden nicht mehr nur Hausdächer, sondern dank verschiedener Systeme wie Solarglas oder Mini-Solaranlagen auch Wintergärten, Carports oder Balkone in Solarkraftwerke umfunktioniert. „Wir bieten Systeme an, die beispielsweise im Garten oder auf einem Flachdach aufgestellt oder an Wänden und an den Handläufen von Balkonen befestigt werden können“, sagt Jan Senn, Unternehmenssprecher der Grazer Firma EET, die als Pionier für Balkon-PV-Anlagen gilt.

Auf das Jahr gerechnet kann sich ein Haushalt damit zwischen 600 und 700 Kilowattstunden sparen. Die Systeme zur Selbstinstallation, die an die Steckdose gesteckt werden, sind ab 470 Euro zu haben (ohne Speicher), bei jenen mit Speicher liegt der Einstiegspreis bei rund 2900 Euro. Derzeit ist Geduld gefragt: Die Wartezeit für Erstere beträgt zehn Wochen, Zweitere können erst im Sommer 2023 geliefert werden. „Man kann allerdings Systeme ohne Speicher später mit diesem aufrüsten“, sagt Senn.