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Forschungsfrage

Wieso bleibt Plastik im Geschirrspüler so nass?

„Die Fähigkeit, Wärmeenergie zu speichern, ist für jedes Atom gleich groß.“
„Die Fähigkeit, Wärmeenergie zu speichern, ist für jedes Atom gleich groß.“Egbert Zojer, Physiker, TU Graz
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Geringe Wärmeleitung und Wärmeaufnahme von Kunststoff sind schuld daran. Auch Quantenmechanik und der Klarspüler spielen eine Rolle.

Die Lieblingsaufgabe im Haushalt ist es meist nicht: Geschirrspüler ausräumen. Und dann wird die Arbeit noch erschwert, wenn Plastikteller und Tiefkühlboxen alles antropfen. Eine Leserin der „Presse“ wollte wissen, warum Plastik so nass bleibt, während Glas, Keramik und Metall gut trocknen. Egbert Zojer vom Institut für Festkörperphysik der TU Graz findet dies spannend, weil die Antwort bis in die Quantenphysik hineinspielt.

„Zuerst klingt die Frage vielleicht simpel, und man weiß nach kurzer Recherche im Internet, dass es mit Wärmekapazität und Wärmeleitung zu tun hat“, sagt Zojer. Ein häufiges Argument ist, dass Glas, Porzellan oder Metall aufgrund ihrer Wärmeleitfähigkeit in der Lage sind, thermische Energie besser aufzunehmen und Restwasser verdunsten zu lassen. „Doch die Lösung der Frage ist deutlich komplexer: Es ist eine Alltagsmanifestation der Quantenmechanik.“