Song zum Sonntag

„What They Call Us“: Mami wird sich nicht anpassen

Fever Ray
Fever RayRabid Records
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Fever Ray ist das Soloprojekt der Schwedin Karin Dreijer, die früher mit ihrem Bruder Olof das Duo The Knife bildete. Im Englischen bevorzugt sie das Fürwort „they“.

Fever Ray: „What They Call Us“. Diese Melodie weigert sich einfach, schneller zu werden. Ton um Ton hebt sie an, sinkt wieder, fast fünf Minuten lang im Dauerloop, und lässt nicht los, egal, wie drängend der Gesang von Karin Dreijer wird. „What They Call Us“ ist ihr erster neuer Song seit fünf Jahren, koproduziert von ihrem Bruder, Olof, mit dem sie einst als The Knife erfolgreich war. Aber Fever Ray ist ihr Projekt, „this is not a band“, stellt sie klar.

Im Video zum Song wandelt sie bleich und mit gelbgrünen Lippen durch ein Büro und versinkt im Kopierpapier. „Now mommy's gotta work“, singt Drijer, zweifache Mutter, queer, geschieden und genderfluid. Es geht um Anpassung: Sie habe alles probiert, sogar Zimtschnecken gebacken, (skandinavisches) Symbol der häuslichen Harmonie. Nun habe sie „a fire in my hand“. Am Ende des Videos nimmt sie eine Zimtschnecke aus der Mikrowelle. Sie beißt nicht ab. Der Beat ist verstummt.

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