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Nach antisemitischen Äußerungen

Kanye West bei Instagram und Twitter gesperrt

Einzelne Posts von Ye gelöscht.
Einzelne Posts von Ye gelöscht.(c) Getty Images (Pascal Le Segretain)
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Nach der Sperrung von Instagram meldete sich Kanye West bei Twitter zurück. Dort diffamierte er Zuckerberg, von Musk wurde er freudig begrüßt.

Nach Instagram hat auch der Kurznachrichtendienst Twitter den Account von US-Rapper Kanye West gesperrt. Ein Twitter-Sprecher bestätigte gegenüber CNN, dass der Account des Musikers „wegen Verstoßes gegen die Twitter-Richtlinien“ gesperrt worden sei. Twitter löschte zudem einen Tweet des Rappers. Medienberichten zufolge soll es sich dabei um eine antisemitische Äußerung gehandelt haben.

Bereits am Freitag war West, der sich mittlerweile Ye nennt, Berichten zufolge von Instagram gesperrt worden. Gegenüber CNN sagte ein Meta-Sprecher, Inhalte von Wests Konto seien gelöscht worden und außerdem sein Zugriff eingeschränkt worden, weil er gegen die Unternehmensrichtlinien verstoßen habe. Es wurde allerdings nicht angegeben, was an dem Inhalt zu beanstanden war oder welche Art von Einschränkung auferlegt wurde.

West hatte dem CNN-Bericht zufolge auf Instagram einen inzwischen gelöschten Beitrag geteilt, der einen Screenshot eines „Textgesprächs“ mit Rapper Sean „Diddy“ Combs enthielt, der vom American Jewish Committee als „antijüdisch“ kritisiert worden war.

Nach dem Vorfall hatte West - erstmals seit knapp zwei Jahren - wieder einen Tweet abgesetzt. Unter anderem postete West ein Foto, auf dem der Chef des Instagram- und Facebook-Konzerns Meta, Mark Zuckerberg, zu sehen ist und beschuldigt diesen, ihn von Instagram „gekickt“ zu haben. Tech-Milliardär Elon Musk, der gerade versucht, Twitter jetzt doch zu übernehmen und meint, eine Lösung für den Krieg in der Ukraine gefunden zu haben, feierte die Rückkehr am Samstag umgehend: „Willkommen zurück bei Twitter, mein Freund!“, twitterte er. Neben dem inzwischen gelöschten Beitrag schrieb West am Samstag noch mehrere Tweets, in denen er unter anderem Unterstützung für die Proteste im Iran forderte.

 

Ye for President?

2020 hatte sich West für das Amt des US-Präsidenten beworben. Wegen verpasster Anmeldefristen schaffte er es jedoch in den meisten Staaten nicht auf den Wahlzettel. Ein Tweet zeigte eine schwarze Kappe, mit der Zahl „2024“ - das Jahr der kommenden US-Wahlen. Der Rapper äußert sich auch sonst immer wieder politisch. West war einer von wenigen populären Künstlern, die den früheren US-Präsidenten Donald Trump öffentlich unterstützten. West erregt häufig mit bizarren Nachrichten in seinen sozialen Kanälen Aufsehen.

Anfang dieser Woche hatte West für Diskussionen gesorgt, weil er bei seiner Modeschau in Paris ein „White Lives Matter“-Shirt trug. Die Anti-Rassismus-Organisation Anti-Defamation League stuft den Satz als rassistische Reaktion auf die „Black Lives Matter“-Bewegung ein, die sich gegen Gewalt gegen Schwarze einsetzt.

(APA/red)