Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Ausstellung über Austropop

Da schaut der Falco misstrauisch

Theatermuseum Austropop
„The Sound of Music“, hier von Conchita Wurst nachgestellt, prägte das Österreich-Bild im Ausland.Life Ball / Markus Morianz
  • Drucken

Von Nestroy bis zum Nackerten im Hawelka: Das Themenfeld Austropop wird im Theatermuseum sehr weit interpretiert. Leider auch allzu schlampig: Nix für Auskenner.

Jeder Kurator war für einen Raum zuständig. Intellektuell und operativ“, verkündete die seit Jänner 2022 amtierende Direktorin des Theatermuseums, Marie-Theres Arnbom, stolz. Bis September 2023 ist dort nun die Ausstellung „Austropop – Von Mozart bis Falco“ zu sehen. Das „Austro“ und das „Pop“, beides wurde dabei extrem weit interpretiert.

Was etwas auf Kosten der Tiefe der Auseinandersetzung geht. Immerhin gibt es gute Ansätze. Etwa wenn Johann Nestroy als Urvater einer musikalischen und gesellschaftskritischen Auseinandersetzung gewertet wird. Aus der Handschriftensammlung wurden Zeugnisse herausgekitzelt, etwa das Lied des Kilian aus „Der Färber und sein Zwillingsbruder“, ein unterhaltsames Sittenbild der damals gern ausufernden Hauskonzerte. Wein, Weib und Gesang und so. Gleichfalls im ersten Raum, der den etwas waghalsigen Titel „Sprengung der Gesellschaft“ trägt, steht Falco mit Puderperücke und Gitarre in einer Art Sarkophag. Er scheint ein wenig misstrauisch in den Raum zu lugen.