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Horizon

Das Metaverse bekommt Füße und Microsoft Teams

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Die Meta Quest Pro wird zum Einstiegstor für das Metaverse.APA/AFP/Meta Connect/-
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Das Metaverse nimmt Formen an. Auf der Connect präsentierte Mark Zuckerberg neue Meilensteine zum Großprojekt. Vom künftigen Arbeiten und Schlendern durch das Metaverse.

Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass Mark Zuckerberg seinem Unternehmen ein neues Schleiferl verpasst hat und es in Meta umbenannt hat. Der erste Schritt in Richtung Metaverse, das den Namen Horizon trägt. Zehn Milliarden Dollar sollten innerhalb eines Jahres in die Entwicklung investiert werden. Auf der Facebook Connect präsentierte Zuckerberg die neuesten Meilensteine: VR-Brillen, Arbeit und Beine.

Bislang schwebten jene Besucher, die Horizon einen Besuch abstatteten, nur mit dem Oberkörper durch die leeren grellen Hallen. Ab nächstem Jahr stehen die Horizon-Nutzer mit beiden Beinen im Metaverse. Doch die Investitionen beschränkten sich nicht nur auf die untere Körperhälfte. Zuckerberg will, dass wir künftig unser Leben, beruflich wie privat, in Horizon verbringen. Um den Einstieg zu ermöglichen, braucht es eine Virtual Reality Brille. Und die ist alles andere als günstig, auch wenn Zuckerberg damals ankündigte, dass die Brillen nahezu zum Unkostenpreis in den Verkauf gehen sollen. Das Zugpferd für die Zukunft des Arbeitens wird die Meta Quest Pro für 1799 Euro.

Ab dem 25. Oktober wird sie erhältlich sein und nicht nur die Brille enthalten, sondern auch die Touch Pro Controller, Stylus-Aufsätze, partielle Lichtblocker und eine Ladestation.

Das Teams-Meeting im virtuellen Raum

Mit der besseren Auflösung, der Farbdarstellung soll die Meta Quest Pro nicht nur in der virtuellen Welt glänzen, sondern sich auch für die Darstellung von virtuellen Inhalten in der echten Welt eignen. Zum Beispiel kann dann das 3D-Modell einer Maschine vor den Augen des Nutzers erscheint und greifbarer wird. Dafür sind auch die Controller an den Händen nötig. Das Bewegungstracking übernehmen jetzt diese, denn bislang war das die Aufgabe der Brille. Der Nachteil: Verschwanden die Arme beim wilden Gestikulieren aus dem Blickfeld, waren auch die Arme weg. Neue Aufgabe für die Brille: Die Mimik erfassen und auf den Avatar übertragen. Also Vorsicht bei Meetings, denn das Augenrollen wird damit für alle sichtbar.

Diese Meilensteine sind wichtig, um das Ziel des virtuellen Arbeitens auch argumentierbar zu machen. Je realistischer die Avatare, umso realistischer kann ein virtuelles Meeting stattfinden. Dafür hat Meta einen strategisch wichtigen Partner an Bord holen können: Microsoft.

Microsoft Teams wird in das Metaverse integriert. Somit könnten schon in wenigen Monaten die ersten virtuellen Meetings stattfinden, in denen man dem Avatar des Bürokollegen in die Augen schaut. Damit dieser aber nicht aussieht, wie eine Comic-Version seiner selbst, gibt es noch ein Extra-Zuckerl: das Erstellen höchst realistischer Abbilder. Dafür braucht es künftig nur noch die Handykamera, um sich in die virtuelle Welt zu "beamen".

Doch damit nicht genug, Microsoft 365 wird Teil der Plattform. Künftig darf man sich also auch mit Excel-Listen in der virtuellen Welt herumschlagen. Und auch für Gamer gibt es Neuigkeiten: Der Game Pass Ultimate von Microsoft wird ebenfalls einziehen. Ob, wie bei der Connect erwähnt, der "Microsoft Flight Simulator", dann auch als 360-Grad-VR-Welt verfügbar sein wird, bleibt unklar. Das liegt aber auch an den Bandbreiten. Am 10. November erscheint aber "Among US VR" und der zweite Teil von "The Walking Dead: Saints & Sinners" gibt es ab dem 1. Dezember.

"Wir sind erst am Anfang unserer Reise, und die heute präsentierten Produkte weisen den Weg", sagt Zuckerberg am Ende der Präsentation und sperrt damit grundlegende Fragen wie Fake News, Schutz vor geklauten Identitäten im Metaverse und Sicherheitsmechanismen aus. Man kann nur hoffen, dass diese zumindest intern genauer diskutiert werden.

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