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Energie

Großbaustelle Gemeindebau

Living room 70's Style
Rund 400 Euro pro Quadratmeter kostet eine thermische Sanierung. Hinzu kommt noch einmal so viel für den Tausch des Heizsystems.Getty Images
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Bis 2040 muss Wiener Wohnen die Wohnungen ihrer 500.000 Mieter saniert haben. Das kostet Milliarden, die aufgetrieben werden müssen. Dass der Zeitplan hält, ist unrealistisch.

Wiener Wohnen besitzt rund 220.000 Wohnungen und ist damit Europas größter Hausverwalter. Die Stadt Wien ist darauf stolz, aber Eigentum belastet auch: Die Gemeindebauten müssen – wie auch alle anderen Wohnhäuser – bis 2040 raus aus dem Gas und saniert werden. Ob dafür Fachkräfte und Geld da sein werden, ist zweifelhaft.

Der Klimawandel, die Energiekrise und die Grünen in der Bundesregierung haben zu neuen Gesetzesvorhaben geführt, die Immobilienbesitzer vor große Herausforderungen stellen: Ab 2040 dürfen fossile Brennstoffe nicht mehr zum Heizen verwendet werden. Ölkessel und Gastherme müssen dann Geschichte sein. Bis dahin müssen alle Gebäude auf andere Heizformen wie Fernwärme oder Luftwärmepumpe umgestellt sein. Das allein reicht für Energieeffizienz aber nicht: Zusätzlich müssen Fenster getauscht und Fassaden gedämmt werden.

Die Bausubstanz der Wiener Gemeindebauten ist in keinem guten Zustand. Das attestierte zuletzt der Rechnungshof in einem Bericht zu einer Sonderprüfung im Jahr 2021. Dort wurde festgestellt, dass der strukturelle Sanierungszyklus bei derzeit 67 Jahren liegt. Wiener Wohnen peilt eigentlich 30 Jahre an, ist davon aber weit entfernt.