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Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitskräftemangel im Abschwung

Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt läuft laut den jüngsten Wirtschaftsprognosen aus. Das dürfte dazu führen, dass sich der Arbeitskräftemangel entspannt. Wegen der Demografie werden sich Betriebe auch künftig bemühen müssen, Mitarbeiter zu finden und zu halten.

Seit Monaten befindet sich die Zahl der offenen Stellen auf Höchstständen: Anfang Oktober waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) 129.000 offene Stellen gemeldet, das waren um 13 Prozent mehr als ein Jahr davor. Laut dem Stellenmonitor des Wirtschaftsbunds, der auch jene Jobs einberechnet, die nicht dem AMS gemeldet werden, waren sogar fast 260.000 Jobs zu besetzen. Der Arbeitsmarkt drehe von einem Arbeitgeber- zu einem Arbeitnehmermarkt, beschreiben es Experten: Das ist eine Situation, in der nicht die Bewerber bei den Unternehmen Schlange stehen, sondern die Bewerber sich die Firma aussuchen können und leichter ihre Forderungen unterbringen können.

Ein Grund für die Knappheit an Arbeitskräften war der Wirtschaftsaufschwung nach der Pandemie, der rascher und stärker kam, als erwartet wurde. Sehr viele Unternehmen wollten gleichzeitig ihre offenen Stellen besetzen. Doch nachdem die österreichische Volkswirtschaft laut der aktuellsten Voraussage des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) heuer um satte 4,8 Prozent wachsen dürfte, kommt nächstes Jahr die Stagnation. Dann dürfte Österreichs Bruttoinlandsprodukt nur noch um 0,2 bis 0,3 Prozent zulegen. Weil die Inflation hoch bleibt, sprechen Ökonomen von einer Stagflation.

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