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Gebrselassie: „Ich werde den Rekord brechen"

Haile Gebrselassie
Haile Gebrselassie(c) ASSOCIATED PRESS (Franka Bruns)

Superstar Haile Gebrselassie nimmt das Wien-Gastspiel ernst und träumt von der Oper.

Die Presse: Herr Gebrselassie, im Vorjahr haben wir uns über den Wien-Marathon unterhalten. Sie meinten im Spaß, dass Sie kommen würden, sollten Sie gefragt werden. 2011 laufen Sie tatsächlich in Wien, wie kam es dazu?

Haile Gebrselassie: Ich erinnere mich an das Gespräch. Wien soll ja eine tolle Stadt sein, und als sich mein Management mit Mark Milde, ich kenne ihn vom Berlin-Marathon, unterhalten hat, fiel die Entscheidung letztlich schnell. Es ist eine gute Idee, der Halbmarathon in Wien passt gut in mein Programm.

Waren Sie schon einmal in Wien?

Nein, ich war auch noch nie in Österreich. Aber ich kenne Bilder von der Oper - dort will ich unbedingt hin. Ich habe auch eine Freundin in Wien, sie arbeitet im Konsulat und ist die Ehefrau eines gutes Freundes von mir. Ich freue mich auf die Stadt, ich reise daher drei Tage vor dem Rennen an. So ist es zumindest vorerst geplant.

Mit welchen Erwartungen startet ein Weltrekordler eigentlich in Wien?

Also die Zeit ist mir schon sehr wichtig, sonst würde ich ja nicht mitlaufen. Es muss ein Wettkampf sein! Mir wurde gesagt, man plant ein Verfolgungsrennen. Das ist spannend. Was ist denn eigentlich die Rekordzeit im Halbmarathon bei euch . . .?

. . .1:03,46 Minuten, der Kenianer Abel Kirui stellte sie 2008 im Rahmen des Marathons auf.

Aha, na dann werde ich diese Marke eben brechen. Ich denke das sollte sich ausgehen. (lacht)

Nach dem New-York-Marathon im November haben Sie kurzerhand Ihre Karriere beendet, wenig später den Entschluss aber revidiert. Warum?

Ich war damals einfach enttäuscht, habe es mir dann aber noch einmal anders überlegt. Auch sind meine Knieschmerzen, die mich viele Monate plagten, weg. Jetzt kann ich wieder normal laufen, und das werde ich euch in Wien beweisen.