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Ausstellung

Tilla Durieux: Wie sich die Pose der Mimin in Kunst verwandelt

Femme fatale im Kopf der Männer: Tilla Durieux als Circe, gemalt von Franz von Stuck (Ausschnitt).bpk / Nationalgalerie, SMB, Leih
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Von Renoir bis Kokoschka: Die berühmte Theaterschauspielerin aus Wien wurde von vielen großen Künstlern ihrer Zeit porträtiert. Das Leopold Museum lässt uns durch ihr bewegt-bewegendes Leben flanieren – und zugleich durch mehrere Kapitel Kunstgeschichte.

Der Theaterdirektor in Olmütz sah keine Verwendung für die Vorsprechende: „Mit dem Ponem wollen Sie zur Bühne?“, fragte er rhetorisch, das jiddische Wort für Gesicht verwendend. „Lernen Sie lieber kochen!“ Nein, Tilla Durieux (1880-1972) galt mit ihren exotischen Zügen nicht als schön. Und doch war die legendäre Schauspielerin aus Währing die wohl am öftesten porträtierte Frau ihrer Epoche – von 1903 an, als sie in Berlin als Salome bei Max Reinhardt den Durchbruch schaffte, bis in die Zwanzigerjahre. Sie posierte als Heroine und Femme fatale für Gemälde und als modernes Role Model für Fotos in Magazinen.