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Pandemie

Projekt "Gesund aus der Krise" wird verlängert und bekommt mehr Geld

Mit der Initiative erhalten Kindern und Jugendlichen rasch psychologische Unterstützung. Das Budget wird von 13 auf 20 Millionen Euro erhöht.

Um Kindern und Jugendlichen, die vor allem unter der Pandemie gelitten hatten, rasch psychologische Unterstützung zu geben, wurde im März 2022 das Projekt "Gesund aus der Krise" ins Leben gerufen. Bisher haben fast 7000 Heranwachsende profitiert. Das Projekt wurde nun bis Ende 2023 verlängert und mit mehr Budget ausgestattet, gaben am Donnerstag Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (ÖVP) bei einem Pressetermin in Wien bekannt.

Corona wurde in den Schlagzeilen durch Krieg, Inflation und Energiemangel ersetzt - "Wir müssen mittlerweile von einer Permakrise reden", betonte Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des Berufsverbands Österreichischer PsychologInnen. Sie sei sehr stolz darauf, dass der Handlungsbedarf erkannt wurde. Die Mittel kämen punktgenau an. 400 Institutionen würden Burschen und Mädchen schnell und unbürokratisch an einen Pool von rund 800 Psychologinnen und Psychologen sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten vermitteln. Mit dem von 13 auf 20 Millionen Euro aufgestockten Budget sei die Betreuung von mehr als 11.000 Jugendlichen mit jeweils 15 bis 20 Einheiten an Einzel- und Gruppentherapien möglich.

Es braucht oft nicht viel, um „die Seele zu retten"

Barbara Haid, Präsidentin des Österreichischen Berufsverbands für Psychotherapie, schilderte beispielhaft den Fall eines elfjährigen Mädchens, das nicht mehr in die Schule ging, unter Depressionen litt und auch den Kontakt zu ihren Freundinnen abgebrochen hatte. Nach nur vier Tagen startete die Therapie des Mädchens, das mittlerweile wieder den Unterricht besucht, sich ab und zu mit Freundinnen trifft und mit dem Gitarrespielen begonnen hat. "Das zeigt, wie wenig es braucht, um eine Seele zu retten."

Rauch sprach in Zusammenhang mit "Gesund aus der Krise" von einer Erfolgsgeschichte, die einzigartig in Europa sei. Es sei normal, psychologische Hilfe zu brauchen - auch für Ältere. Kinder aus sozial schwierigen Verhältnissen seien besonders betroffen, könnten sich aber keine Hilfe einkaufen. "Wir lassen junge Menschen mit ihren Problemen nicht alleine", betonte Plakolm.

(APA)