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Sozialwirtschaft

Wo Arbeitgeber und Gewerkschaft einer Meinung sind

Bei der AUA wird der Gehaltsverzicht aus der Pandemie schrittweise zurückgenommen.
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Anders als bei den Metallern kommt die Sozialwirtschaft in der Lohnrunde ohne Zoff und harte Worte aus. Obwohl die Gewerkschaft 15 Prozent höhere Löhne fordert. Die Arbeitgeber bieten 7,5 Prozent.

Im Vergleich zu den Metallern geht es in den Lohnverhandlungen der Sozialwirtschaft geradezu beschaulich zu. „Das war ein sehr konstruktives Gespräch“, sagt Arbeitgeber-Chefverhandler Walter Marschitz zur „Presse“. Von „konstruktiven Gesprächen“ spricht auch Eva Scherz, Chefverhandlerin der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Am Mittwochabend wurde die jüngste Verhandlungsrunde über den Kollektivvertrag nach zwölf Stunden ohne Ergebnis unterbrochen, nun sind Betriebsversammlungen geplant. Und dennoch sieht Arbeitgeber-Verhandler Marschitz eine „gute Atmosphäre“ in den Verhandlungen.

Obwohl es die Forderung der Gewerkschaft in sich hat: Sie will eine Erhöhung der Löhne um 15 Prozent oder zumindest 350 Euro pro Monat. Die Beschäftigten seien „seit drei Jahren im Krisendauereinsatz“, sagt Scherz. Sie brauchten eine Abgeltung deutlich über der Teuerung, um sich ihr Leben weiter finanzieren zu können. Im Vergleich dazu nimmt sich die Forderung der Metaller-Gewerkschaften geradezu bescheiden aus. Sie fordert eine Lohnerhöhung um 10,6 Prozent, die Metaller-Arbeitgeber bieten lediglich 4,1 Prozent, also deutlich weniger als die zurückliegende Inflation. Das Angebot der Arbeitgeber in der Sozialwirtschaft ist erheblich großzügiger: Sie bieten 7,5 Prozent Lohnerhöhung, zumindest 150 Euro.

Es geht um die Attraktivität der Branche