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Hietzinger Mietwohnung mit Vintage-Ofen in Schwarz und Gold.
Trends

Die Must-haves der Saison: Edle Öfen und Kamine

Die heizenden Hingucker erleben ein Comeback. In Schlössern, Palais, der Beletage.

Die hatte bei den Trend-Voraussagen Anfang des Jahres noch niemand auf der Liste: Kachelöfen und Kamine. Sie sind und waren sicherlich immer etwas Schönes, und wer in Kitzbühel oder umliegenden Ortschaften eine Luxus-Immobilie erwirbt, hat immer schon einen offenen Kamin zu schätzen gewusst. Aber eher als knisternde optische Ergänzung zur Fußbodenheizung. Heuer haben die wärmenden Elemente aber auch und vor allem in den Städten – unerfreulicherweise – einen neuen Popularitätsschub bekommen, den die Ofenbauer kaum mehr bedienen können.

 

Schornstein und Kachelofen

Zumal lang nicht mehr jeder Wiener Altbau noch über die notwendigen Schornsteine verfügt, die es für den Anschluss neuer Öfen oder wieder zum Leben erweckter historischer Kamine oder Kachelöfen braucht. Denn viele sind inzwischen den Dachausbauten zum Opfer gefallen, deren großzügigem Wohngefühl die guten alten Kaminmauern im Weg gestanden und daher abgerissen worden sind. Mit ein bisschen Glück lassen sich aber noch traditionelle Domizile oder neue Häuser finden, in denen das neueste Trend-Accessoire bereits installiert ist und es nur noch ein wenig Holz braucht, um zusätzliche Wärme zu genießen.

Manchmal sogar schon seit Jahrhunderten und noch dazu mit einem prominenten Designer: Einen der Kachelöfen im Schloss Leopoldsdorf hat kein Geringerer als Theophil Hansen entworfen, allerdings muss man sich in dem vollständig sanierten Wohnschloss nicht auf historische Heizgelegenheiten verlassen. Hier sorgt eine Kombinationsheizung aus Erdwärmefühler und Gasheizung – genügend Gas vorausgesetzt – auch ohne das Einheizen der traditionellen Öfen für Wärme. Und davon braucht es bei 2200 Quadratmetern Nutzfläche in 35 Zimmern, sechs Bädern und zwölf separaten WCs reichlich.

Die vierflügelige Anlage um einen Innenhof entstand zum Großteil Ende des 19. Jahrhunderts, auch wenn die Ursprünge sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lassen – als sich unter anderem auch der Minnesänger Tannhäuser hier an Kaminfeuern wärmte. Heute hat das Schloss zwei Türme, zwei doppelflügelige historische Eingangsportale, einen Arkadengang und eine große verglaste Veranda. Außerdem gehören ein historischer Weinkeller und ein Wellness-Bereich mit Indoorpool zur Ausstattung.

Im fünf Hektar großen Park mit üppigem Altbaumbestand finden sich darüber hinaus noch ein Salettl samt Sommerküche, ein Outdoorpool und ein einstiges Pförtnerhaus, das zum Personalwohnhaus adaptiert worden ist, sowie ein 160 Quadratmeter großes Wirtschaftsgebäude, das als Garage und Werkstatt mit Hebebühne genutzt wird. Mit 60 Stellplätzen lassen sich hier auch größere motorisierte Gesellschaften gut empfangen, die standesgemäß über die Allee zum Haus gelangen. Vermittelt wird die 30 Minuten von Wien entfernte Anlage über Hendrich Real Estate, der Kaufpreis liegt bei 25 Millionen Euro.

 

Modern im Biedermeier

Innerstädtisch findet sich an der Ecke Währinger Straße/Berggasse in einem Biedermeierpalais aus dem Jahr 1826 eine Altbauwohnung mit offenem Kamin, der bei Bedarf die Gastherme der gut 200 Quadratmeter großen Wohnung unterstützen kann – und das gleich von zwei Seiten. Zum Wohnzimmer hin ist der frei stehende Kamin offen, auf der Rückseite befindet sich die Küche, in der passenderweise schon eine Bank an der Kaminwand steht, die für angenehme Wärme im Kreuz sorgen dürfte. Für wärmere Jahreszeiten hat die Wohnung knapp 23 Quadratmeter Terrassenfläche, dann wird der kleine Brunnen im begrünten Innenhof, über den man zu der Wohnung kommt, besonders geschätzt werden. In den kommenden Monaten werden eher die vier Zimmer der zweiflügeligen Wohnung im Mittelpunkt stehen. Dazu gehören auf der südöstlichen Seite der dritten Etage neben dem mit 73 Quadratmetern groß bemessenen Wohn- und Essbereich noch eine zehn Quadratmeter große Küche und ein weiteres Zimmer. Auf der Nordwestseite befinden sich die beiden Schlafräume mit Bad und begehbarem Kleiderschrank. Vermittelt wird die Wohnung über Sangreal Properties, der Kaufpreis beträgt 2,6 Millionen Euro.

Auch in der Kombination alt und alt sind die wärmenden Highlights wieder gefragt. Wie etwa der ausgefallene Vintage-Ofen, der in einer Hietzinger Mietwohnung ein echter Hingucker ist. In Schwarz und Gold mit aufwendigen Verzierungen wäre das funktionsfähige historische Stück, über das es keine weiteren Infos gibt, auch ohne Wärme ein Plus, das perfekt in das edle Altbauambiente passt. Die sanierte Beletage bei Unter St. Veit hat auch über den Ofen hinaus eine prächtige Ausstattung mit Fischgrätparkett, Stuck, Wandvertäfelungen und Flügeltüren mit originalen Jugendstil-Messingbeschlägen. Auf 200 Quadratmetern finden sich fünf Zimmer und ein Bad, außerdem eine Speis und eine fünf Quadratmeter große Loggia, die in den Garten des Hauses führt. Vermietet wird die Wohnung befristet auf sieben Jahre mit Verlängerungsoption, bei Vertragsabschluss wird eine Kaution in Höhe von sechs Brutto-Monatsmieten fällig. Diese liegt bei gut 2600 Euro, vermittelt wird die Wohnung über Re/Max-Properties in Wien.

 

Designt im Neubau

Beim gehobenen Landhausstil gehören die wärmespendenden Objekte ohnehin traditionell zu den Must-have-Designelementen – in modern und klassisch, mit Hirschgeweih an der Wand oder frei schwebend aus schwarzem Metall oder als knisternder Raumteiler. Das ist auch bei einem neuen Chalet am Tiroler Schwarzsee in der Nähe von Kitzbühel nicht anders, wo die moderne Heizvariante mit Durchblick als innenarchitektonisches Highlight in der Mitte des großzügigen Wohnbereichs unter dem Sichtdachstuhl fungiert.

2021 fertiggestellt, dominieren in dem Haus große Fenster, aufwendige Altholzarbeiten und Eichenböden; auf den 165 Quadratmetern gibt es zwei Schlafzimmer und zwei Bäder sowie einen Wellnessbereich mit Sauna. Geheizt wird außer per Kamin mit einer modernen Gas-Fußbodenheizung. Vermittelt wird das Chalet über Cum Laude Immobilia um 3,37 Millionen Euro. (sma)