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Das Flugzeug gehört nicht in den Müll

Die Sicherheitsanforderungen in der Luftfahrt werden bisher nur mit Primärmaterialien erreicht.
Die Sicherheitsanforderungen in der Luftfahrt werden bisher nur mit Primärmaterialien erreicht.Getty Images
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Am Ende seines Daseins wird ein Flugzeug geschreddert und verheizt. Recycling ist bisher in der Luftfahrt nicht möglich. Heimische Forschende wollen das ändern und den Leichtbau nachhaltiger machen.

Flugscham kennen inzwischen fast alle. Ein Wort, das es vor zehn Jahren noch nicht gab, löst heute in uns Schuldgefühle aus, sobald wir den nächsten Städtetrip buchen. Wie sehr schaden wir unserer Umwelt, wenn wir in ein Flugzeug steigen statt in den Zug? Immerhin trägt die Luftfahrt mit rund 2,5 Prozent der globalen CO2-Emissionen kräftig zum Klimawandel bei. Ein neues EU-Projekt will diesen Anteil verringern und die Nachhaltigkeit in die Flugzeugindustrie bekommen.

SustainAir heißt das Großprojekt, das vom Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen des Austrian Institute of Technology (AIT) geleitet wird. Es zielt nicht direkt auf die Treibstoffe der Flieger ab, sondern greift viel früher in die Prozesse ein – nämlich bei der Produktion von Leichtbauteilen. „Die Steigerung der Nachhaltigkeit in der Luftfahrt ist ein klares Ziel der EU. Wir machen dazu Grundlagenforschung“, sagt Clemens Simson vom AIT Center for Low-Emission Transport in Oberösterreich. Die zwei großen Flugzeugbauer Airbus und Boeing gehen bei Werkstoffen sehr unterschiedliche Wege: Die einen setzen auf karbonfaserverstärkte Werkstoffe, die anderen auf Aluminiumlegierungen in der Flugzeugstruktur. Das SustainAir-Konsortium mit elf europäischen Partnern schaut sich beide Bauweisen an.