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Interview

Corona-Experte Klimek: "Übergang von Pandemie in Endemie zeichnet sich ab"

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Die milden Temperaturen der vergangenen und kommenden Tage bremsen die Ausbreitung des Virus.Getty Images
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Bei den Infektionswellen zeigt sich weltweit ein Grundmuster, sagt Komplexitätsforscher Peter Klimek von der Med-Uni Wien. Sie bauen sich rasch auf und flachen rasch wieder ab, ohne das Gesundheitssystem mit zu vielen Spitalspatienten gleichzeitig stark zu belasten.

„Es gibt Anzeichen dafür, dass es zu regelmäßigen Wellen kommen wird, die auch hoch ausfallen können, die sich aber in Spitälern nicht mehr so stark bemerkbar machen wie in den vergangenen zweieinhalb Jahren“, sagt Peter Klimek, Komplexitätsforscher an der Medizinischen Universität Wien und Mitglied des Corona-Prognosekonsortiums.

Dieser Trend lasse sich weltweit beobachten, besonders gut in Großbritannien, wo es ein gutes Corona-Überwachungssystem gibt. „Pro Welle erwischt es demnach zwischen 10 und 30 Prozent der Bevölkerung, langfristig würde sich somit jeder von uns im Schnitt bis zu einmal pro Jahr infizieren."

Peter Klimek im „Presse"-Interview.

Die Presse: Mit BQ.1, BQ.1.1 und XBB breiten sich neue Immunfluchtvarianten aus der Omikron-Familie aus. Sie haben gegenüber BA.5 einen Wachstumsvorteil von etwa zehn Prozent. Ist Sars-CoV-2 damit das ansteckendste Virus, das wir kennen? Bisher galt diese Zuschreibung ja dem Masernvirus. Eine mit den Masern infizierte Person steckt rund 18 weitere an, sofern keine Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus getroffen werden. Bei BA.5 soll diese Zahl schon 15 betragen haben.