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Kontroverse

Kanye West aus Skechers-Gebäude eskortiert

Skechers ist einer der größten Schuhproduzenten weltweit.
Skechers ist einer der größten Schuhproduzenten weltweit.(c) APA/AFP/PATRICK T. FALLON (PATRICK T. FALLON)
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Der Rapper Ye ist augenscheinlich auf der Suche nach neuen Kollaborateuren. Skechers zeigte sich über den spontanen Besuch des US-Amerikaners jedoch wenig erfreut.

Am Dienstag verkündete Adidas das Ende zu Zusammenarbeit mit Kanye West, der eigentlich nur noch Ye heißt und nach eigener Aussage an einer bipolaren Störung leidet. Zuvor war der Druck auf den Sportartikelhersteller aufgrund kontroverser Aussagen Wests gewachsen. Der US-Rapper scheint sein Glück nun bei anderen Marken zu versuchen. So erschien der 45-Jährige einen Tag nach dem Kollaboration-Aus mit Adidas „unangemeldet und ohne Einladung“ beim Sportschuhhersteller Skechers, wie das Unternehmen in der Nacht auf Donnerstag mitteilte. Dieser hat seinen Hauptsitz im Bundesstaat Kalifornien - und gilt als einer der weltweit größten Schuhproduzenten.

Bei Skechers war man über den überraschenden Besuch allerdings wenig erfreut. West habe außerdem unerlaubte Aufnahmen gemacht und wurde schließlich aus dem Firmensitz eskortiert. „In Anbetracht der Tatsache, dass Ye unerlaubte Filmaufnahmen gemacht hat, haben zwei Skechers-Führungskräfte ihn und seine Gruppe nach einem kurzen Gespräch aus dem Gebäude begleitet“, liest es sich in einer Erklärung des Unternehmens. „Skechers zieht eine Zusammenarbeit mit West nicht in Betracht und hat auch nicht die Absicht, mit ihm zusammenzuarbeiten“, schreibt das Unternehmen. „Wir verurteilen seine jüngsten spaltenden Äußerungen und tolerieren weder Antisemitismus noch irgendeine andere Form von Hassrede.“

Reaktion aus Israel

Neben Adidas - man nehme dafür im vierten Quartal Gewinneinbußen von 250 Millionen netto Euro in Kauf - beendeten auch andere Modehäuser und Produktionsfirmen ihre Zusammenarbeit mit West, darunter Balenciaga, The Gap und JP Morgan. Auch prominente Persönlichkeiten äußerten sich kritisch zu Wests antisemitischen Aussagen, darunter US-„Vogue“-Chefredakteurin Anna Wintour und Wests ehemalige Frau, die Unternehmerin Kim Kardashian. Twitter und Instagram schränkten zudem die Nutzung seiner Konten ein.

Israels Staatsoberhaupt Yitzhak Herzog hat sich nun erleichtert über die Kritik an dem Rapper gezeigt. „Deshalb bin ich objektiv gesehen als Israeli, als Jude, als Mensch, sehr erfreut. Ich bin sehr erfreut über diese überwältigende Reaktion auf die Kommentare von Kanye West“, sagte Herzog am Mittwoch (Ortszeit) dem US-Sender CNN. „Die Geschichte lehrt uns, dass es in der Regel damit beginnt, Juden zu hassen.“

(APA/evdin)