Analyse

Dominic Thiem: Die Phasen eines Comebacks

Je länger die Saison dauerte, desto besser fand Dominic Thiem zu seinem Spiel.
Je länger die Saison dauerte, desto besser fand Dominic Thiem zu seinem Spiel.APA/EVA MANHART
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Nach teils katastrophalen Turnieren hat Dominic Thiem in der zweiten Jahreshälfte zunehmend besser zu seinem Spiel gefunden. Er sagt: „Ich bin definitiv auf dem richtigen Weg.“

Wien. Mit einer Achtelfinal-Niederlage in Wien endete die Comeback-Saison des Dominic Thiem. Das über weite Strecken hochklassige 3:6, 3:6 gegen den Weltranglistenvierten Daniil Medwedew machte deutlich, was Thiem im Vergleich zur Weltspitze noch fehlt: Es ist vor allem die Konstanz in den Schlägen, die phasenweise jedoch schon wieder jene Wucht und Präzision wie vor der im Juni 2021 erlittenen Handgelenksverletzung auszeichnet. Über die Phasen eines Comebacks.

Der schwere Anfang

Nachdem Dominic Thiem sein Comeback mehrfach verschoben hatte, kehrte er nach neunmonatiger Verletzungspause Ende März beim Challenger in Marbella zurück. Die Niederlage gegen den Weltranglisten-228. Pedro Cachin belegte nur allzu deutlich, wie weit und beschwerlich sich der Weg zurück gestalten würde.
Thiem kassierte sieben Niederlagen in Folge, wobei ihm in diesen Spielen nur ein einziger Satzgewinn gelang. Den persönlichen Tiefpunkt erreichte der 29-Jährige bei den French Open in Paris, wo er als zweimaliger Finalist vom Weltranglisten-90. Hugo Dellien in drei Sätzen demontiert wurde. Die Zweifel, ob sich Thiem jemals wieder der Weltspitze annähern könnte, waren groß wie nie zuvor.


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