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Deutschland

Firmen haben weniger Existenzangst als in der Corona-Krise

Nur 7,5 Prozent der deutschen Betriebe sehen sich aktuell in ihrer Existenz bedroht. Im Juni 2020 hatten fast dreimal so viele Unternehmer derartige Ängste.

Die aktuelle wirtschaftliche Krise macht den deutschen Unternehmen deutlich weniger Angst als die Corona-Krise. Derzeit sagen rund 7,5 Prozent der Betriebe, dass sie sich in ihrer Existenz bedroht sehen, wie aus einer am Montag veröffentlichen Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Das sind sehr viel weniger als während der heißen Phase der Corona-Krise.

Im Juni 2020 fühlten sich in Deutschland mit 21,8 Prozent fast dreimal so viele Unternehmen bedroht. "Angesichts der kräftigen konjunkturellen Abkühlung zeigen sich die Unternehmen sehr robust", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Auch im zeitlichen Verlauf ist der aktuelle Wert vergleichsweise klein. Zwar liegt er etwas höher als bei der letzten Abfrage im April - damals fühlten sich 7,1 Prozent der Unternehmen bedroht. Doch noch im Jänner lag der Wert mit 13,7 Prozent sehr viel höher - ebenso im Dezember und Juni 2021 mit je 14, im Februar 2021 mit 18,7 und im November 2020 mit 17,6 Prozent.

Derzeit besonders stark betroffen ist der deutsche Einzelhandel mit 11,6 Prozent Unternehmen mit Existenzangst. "Die aktuelle Inflationsdynamik macht den Einzelhändlern große Sorgen", sagte Wohlrabe. Auch hier sind die Werte aber weit niedriger als noch im Jänner und bei den Abfragen davor.

Das verarbeitende Gewerbe mit 7,0, der Dienstleistungssektor mit 7,7 und der Bau mit 7,2 Prozent liegen nahe am Durchschnitt. "Die gestiegenen Energiepreise haben vor allem in energieintensiven Branchen zu einer leicht erhöhten Existenzangst geführt", sagte Wohlrabe mit Blick auf das verarbeitende Gewerbe. "Die Auftragsbücher sind in der Industrie aber weiterhin gut gefüllt."

(APA/dpa)