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Still und heimlich

Folgt auf Quiet Quitting nun der Trend zum Quiet Firing?

In der (digitalen) Arbeitswelt jagt ein Modebegriff den nächsten. Nach dem Burn-Out das Bore-Out, auf Quiet Quitting folgt Quiet Firing. Doch ohne einer Bezeichnung gelingt es nicht, auf Missstände hinzuweisen.

Beide Phänomene sind im Grunde nicht neu, sagt Unternehmensberater, Coach und Volkswirt, Markus Platzer. Während die stille Kündigung („Quiet Quitting“) den Zustand beschreibt, als Arbeitnehmer nur mehr Mindestanforderungen zu erfüllen, da man gedanklich bereits mit dem Job abgeschlossen hat, geht die heimliche Kündigung („Quiet Firing“) eher vom Arbeitgeber aus. Dieser vernachlässigt und übergeht betroffene Mitarbeitende weitgehend, sodass sie ihre eigene Leistung permanent infrage stellen. Im ersten Fall werden Unternehmen verlassen, im zweiten verabschieden sich die Vorgesetzten. In beiden Fällen gilt: Eine schriftliche Kündigung wird nicht vorgelegt. 

„Sollte sich der Begriff - wie etwa Mobbing oder Bossing - durchsetzen, bekommen Betroffene ein Instrument, um darauf aufmerksam zu machen und sich auch Gehör zu verschaffen“, beschreibt Platzer die Relevanz. Die Krux an der Sache sei, dass das Vorgehen von „Quiet Firing“ darauf beruht, nicht augenscheinlich diskriminiert oder ungerecht behaltet zu werden.