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CA-Immo-Chefin in Kritik

Der Aktionär des Immobilienkonzerns, Petrus Advisers, kritisiert Kosten und Personalstand scharf.

Wien. Der zweitgrößte Aktionär der CA Immo, der Hedgefonds Petrus Advisers, zeigt sich kritisch gegenüber der bisherigen Arbeit von Silvia Schmitten-Walgenbach, die seit 1. Jänner des heurigen Jahres Vorstandschefin des börsenotierten Unternehmens ist. In einem Schreiben an die Vorständin, das der APA vorliegt, wird etwa die Kritik an den ESG-Standards der CA Immo bekräftigt. Die Kosten seien zu hoch, spielt der Hedgefonds auch auf den Personalstand der CA Immo an.

Zudem sei die Summe der verwalteten Immobilienwerte wesentlich höher als die Marktkapitalisierung der CA Immo. Papiere der Firma würden „mit einem erheblichen Abschlag von 25 Prozent (auf die für Immobilien-Unternehmen relevante Kennzahl EPRA NTA, Anm.)“ gehandelt, schreibt Petrus Advisers im Brief, der von Managing-Partner Klaus Umek und Partner Till Hufnagel unterzeichnet ist. Der Hedgefonds mit Sitz in Großbritannien fällt schon seit Jahren mit verschiedenen Kritikpunkten zum Gebaren der CA Immo auf.

Direkt an Schmitten-Walgenbach gerichtet heißt es nun: „Sie haben die Führung der CA Immo im ersten Quartal 2022 übernommen und uns im April klare Kommunikation Ihres Vorhabens versprochen. Seither haben Sie mit dem Kapitalmarkt kaum wahrnehmbar kommuniziert.“ So sei kein 100-Tage-Plan vorgestellt oder ein Capital Markets Day vorbereitet worden. „Kurzum, es ist schwierig, sich ein Bild von Ihrem Beitrag zur CA Immo zu machen“, so Petrus Advisers.

(APA)

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