Der Pantomime Andreas Simma kämpft als Enrico gegen die eigenen Dämonen.
Mozart

„Pùnkitititi“: Eine stille Oper im Muth

Den Blick schärfen: In der Silent Opera „Pùnkitititi!“ findet ein Mann in der Midlife-Crisis mit Mozarts Hilfe neuen Lebensmut. Das Stück feiert im Muth Wien-Premiere.

Ein gut gekleideter Mann mittleren Alters  – Enrico – betritt ein seelenloses modernes Hotelzimmer, stellt sein Gepäck ab, setzt sich auf einen Stuhl und fällt in eine existenzielle Krise. Von seinem Balkon im 36.  Stock beobachtet er die vorbeifliegenden Flugzeuge, während er sein künftiges Leben infrage stellt. Wieso hat ihn seine Frau verlassen? Wieso wurde sein Vertrag an der Oper gekündigt? Die Wolken wissen keine Antwort. Als Enrico überlegt, vom Balkon zu springen, fliegt – zu Wolfgang Amadeus Mozarts Musik  – ein kleiner Vogel gegen die Wand. Bei dessen Rettung erwachen Enricos Lebensgeister wieder: Er fasst neuen Lebensmut.


Und auch die Dinge um ihn herum beginnen zu leben. Der Hutständer spricht über seine Identitäts­­pro­bleme  – eigentlich wollte er immer ein Lampe sein. Auch der Inhalt der Minibar wird lebendig und bringt Enrico zum Tanzen  . . . „Pùnkitititi!“ heißt das Stück, eine Produktion des Salzburger Marionettentheaters und der Mozartwoche, die am 11. November im Muth ihre Wien-Premiere feiert. Die Produktion ist eine Hommage an den unendlichen Erfindergeist Mozarts und kombiniert Marionettenspiel, Objekttheater, Schauspiel, Pantomime und Livemusik.


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