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Moschee in Sarajewo
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Expedition Europa

Arabische Touristen in Bosnien und Herzegowina: Auf einem Schild steht sogar Sexshop

Ilidža bei Sarajewo ist sehr beliebt bei Urlaubern aus den Golfmonarchien. Dino Hadžić kämpft gegen die „Arabisierung“ Bosniens durch arabische Aufschriften ohne Übersetzung ins Bosnische. Nicht immer sind die arabischen Aufschriften „heilig“.

Um Anzeichen von Hoffnung im dysfunktionalen Staatsgefüge Bosniens zu deuten, greife ich auf meine Bekanntschaft mit einem bosniakischen Lokalpolitiker zurück. Ich traf Dino Hadžić im Herbst 2019, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, sogar „Euronews“ hatte seinen Kampf gegen die „Arabisierung“ Bosniens durch arabische Aufschriften oh-ne Übersetzung ins Bosnische beleuchtet. Hadžić saß für die inzwischen verwichene Erste Partei im Gemeinderat der Sarajewoer Vorstadt Ilidža. Die Kurstadt erfreute sich großer Beliebtheit bei Urlaubern aus den Golfmonarchien, da sie a) im Sommer vergleichsweise schattig, b) muslimisch geprägt und c) saubillig war. Nicht jeder Kuwaiti ist ein Scheich.

Jetzt, im Herbst 2022, da die bosniakisch-nationalistische Staatspartei des Izetbegović-Clans SDA eine Wahlniederlage erlitten hat, finde ich Hadžić auf der Wahlliste der aufstrebenden Partei Narod i Pravda (NiP), Volk und Gerechtigkeit. Die bosniakische Volksgruppe hat am 2. Oktober mehrheitlich nicht nationalistische Parteien gewählt, in Ilidža mit 25 bis 32 Prozent die NiP.