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Asylwerber gegen Kaution aus U-Haft entlassen

Asylwerber gegen Kaution UHaft
Symbolbild(c) FABRY Clemens
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Der 22-jährige Guineer Ousmane C. verbringt Weihnachten auf freiem Fuß. Ihm wird Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen, weil er bei seiner letztlich abgebrochenen Abschiebung drei Polizisten verletzt haben soll.

Der Asylwerber Ousmane C. aus Guinea verbringt Weihnachten auf freiem Fuß: Menschenrechtsaktivisten und Grünen-Abgeordnete haben die 5000 Euro Kaution gezahlt, damit er aus U-Haft entlassen wird. Dem 22-Jährigen wird vorgeworfen, dass er sich bei seiner letztlich gescheiterten Abschiebung gewehrt und drei Polizisten verletzt hat. Der Prozess soll am 1. Februar 2011 stattfinden, berichtet sein Anwalt Georg Zanger. Im Asylverfahren wurde eine Beschwerde bei Verfassungsgerichtshof eingebracht.

Die Abschiebung des Mannes wurde am vergangenen Dienstag verhindert, nachdem sich mehrere Aktivisten Tickets für den Flieger besorgt hatten, in dem der Schubhäftling nach Brüssel gebracht werden sollte. Nach Angaben der Polizei verhinderten sie den Abflug, indem sie im Bereich des Flughafens "randalierten". In einer Veröffentlichung im Internet wehrten sich die Unterstützer jedoch gegen diese Darstellung und sprachen von "gewaltfreiem Widerstand". Hier wird auch verlautbart, dass die Vorwürfe gegen den beinahe Abgeschobenen, er hätte Widerstand geleistet und Polizisten verletzt, falsch seien und lediglich als Vorwand für eine neuerliche Inhaftierung dienen würden.

Eine Abschiebung des 22-Jährigen ist vorerst jedenfalls auf Eis: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat per einstweiliger Verfügung unterbunden.

(APA/Red.)