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Pensionen

Zahlt es sich aus, Studienzeiten für die Pension nachzukaufen?

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Der Nachkauf von Ausbildungszeiten ist teuer. Wann er sich trotzdem lohnt.

Wien. Es gab Zeiten, da musste man sich in Österreich über die Altersvorsorge wenig Sorgen machen: Im staatlichen Pensionssystem galten die 15 Jahre mit dem besten Verdienst als Basis für die Höhe der Pension, für Schule und Ausbildung gab es Ersatzzeiten. Spätestens mit den Pensionsreformen der 2000er-Jahre wurde das System an die Realität herangeführt. Heute gilt die lebenslange Durchrechnung. Da schlägt jedes einzelne Jahr, in dem man wenig verdient hat, negativ zu Buche. Schul-, Studien- und Ausbildungszeiten werden heute nur mehr dann berücksichtigt, wenn nachträglich Beiträge bezahlt werden. Das gilt sowohl für die Frage, ob ein Anspruch auf eine Pension vorliegt, als auch für die Pensionshöhe. Und der Nachkauf ist teuer: Aktuell kostet ein Monat 1292,8 Euro, wenn der Antrag heuer gestellt wird. Entsprechend gering ist der Andrang. 1171 Anträge auf Nachkauf von Ausbildungszeiten verzeichnete die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) 2021. 2013 waren es noch 3092 Anträge. Ein Antrag heißt nicht, dass der Nachkauf auch tatsächlich getätigt wurde. „Ob sich ein Schulzeitennachkauf lohnt, hängt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab“, heißt es seitens der PVA.

Es gebe aber durchaus Fälle, in denen es sich lohnt – beispielsweise für einen Mann, der vor dem gesetzlichen Antrittsalter von 65 Jahren in die Korridorpension gehen möchte, sagt Monika Weissensteiner, Expertin für Pensionen und Sozialversicherung der Arbeiterkammer (AK). Die Korridorpension kann von Männern ab 62 Jahren in Anspruch genommen werden, Voraussetzung sind 40 Versicherungsjahre. In dem Fall sei das „eine Überlegung wert“, sagt Weissensteiner. Die Gutschrift erfolgt als Ergänzung zur Kontoerstgutschrift auf dem Pensionskonto, erklärt die Expertin. Wie hoch sie letztlich ausfällt, hänge davon ab, wie viel man davor verdient habe.