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Teuerung

Großhandelspreise steigen um mehr als 20 Prozent

Gegenüber dem Oktober 2021 wurde ein Plus von 21,2 Prozent verzeichnet. Der kräftige Anstieg sei vor allem auf die technischen Chemikalien zurückzuführen, die im Jahresvergleich um 93,5 Prozent zulegten, so die Statistik Austria.

Die Großhandelspreise haben im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um mehr als ein Fünftel zugelegt. Der Großhandelspreisindex (GHPI 2020) lag im Oktober 2022 laut vorläufigen Berechnungen bei 140,1 Punkten. Gegenüber dem Oktober 2021 ist das ein Plus von 21,2 Prozent. Von September auf Oktober 2022 erhöhten sich die Großhandelspreise um 3,1 Prozent, geht aus einer Presseaussendung von Statistik Austria hervor. Im September lag die Jahresveränderungsrate bei 20,6 Prozent.

Der kräftige Anstieg bei den Großhandelspreisen sei vor allem auf die technischen Chemikalien zurückzuführen, die im Vergleich zum Oktober 2021 um 93,5 Prozent teurer geworden seien, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Die Preise für sonstige Mineralölerzeugnisse stiegen um 85,8 Prozent, für feste Brennstoffe um 72,5 Prozent, für Motorenbenzin inklusive Diesel um 48,4 Prozent, für Düngemitteln und agrochemische Erzeugnisse um 48,0 Prozent sowie für Getreide, Saatgut und Futtermittel um 35,7 Prozent.


Auch Bürobedarf und Papier deutlich teurer

Auffällig hohe Preiszuwächse gab es ebenfalls bei Schreibwaren und Bürobedarf (plus 28,8 Prozent), Papier und Pappe (plus 26,8 Prozent), lebenden Tieren (plus 26,5 Prozent), Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten (plus 26,3 Prozent), Flachglas (plus 25,2 Prozent), sonstigen Nahrungsmitteln (plus 20,9 Prozent) sowie Zucker, Süßwaren und Backwaren (plus 20,3 Prozent). Ebenfalls zugelegt haben die Preise für Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze, die um 19,8 teurer wurden, sowie sonstige Baustoffe (plus 18,8 Prozent). Aber auch die Preise für Büromöbel (plus 18,2 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 18,0 Prozent), Möbel, Teppiche, Lampen und Leuchten (plus 16,5 Prozent), Obst, Gemüse und Kartoffeln (plus 16,4 Prozent), Blumen und Pflanzen (plus 15,3 Prozent) sowie Nicht-Eisen-Metalle (plus 14,5 Prozent) zogen deutlich an.

Nennenswerte Preisanhebungen gab es ebenso bei Bauelementen aus Metall sowie Installationsbedarf mit 13,9 Prozent sowie Spielen und Spielwaren mit 13,6 Prozent. Aber auch die Preise für Kraftwagenteile und -zubehör stiegen um 12,7 Prozent, für landwirtschaftliche Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör sowie Bergwerks-, Bau- und Baustoffmaschinen um je 11,6 Prozent.

Eisen und Stahl kosteten im Oktober um 11,5 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres, Parfümeriewaren und Körperpflegemittel um 11,4 Prozent, Reinigungsmittel um 10,6 Prozent sowie Anstrichmittel um 10,1 Prozent).

Allerdings wurden auch einige Produkte billiger: Die Preise für Altmaterial und Reststoffe brachen im Vergleichszeitraum um 25 Prozent ein, jene für Häute und Leder um 6,1 Prozent.

Deutlich höhere Preise gegenüber dem Vormonat September gab es vor allem bei technischen Chemikalien (plus 20,8 Prozent), sonstigen Mineralölerzeugnissen (plus 14,3 Prozent) sowie bei Motorenbenzin und Diesel (plus 12 Prozent). Verbilligt haben sich im Monatsabstand Altmaterial und Reststoffe um 9,8 Prozent, feste Brennstoffe um 7,7 Prozent sowie Eisen und Stahl um 5,2 Prozent.

(APA)