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USA

Der amerikanische Streit um Öl und Klima

US-Präsident Joe Biden versprach mehr Klimaschutz. Die hohe Inflation zwingt ihn jedoch dazu, auch wieder mehr Öl suchen zu lassen.(c) REUTERS (LEAH MILLIS)
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Die USA ändern ihre Klimaziele und die Energiestrategie laufend, eine klare Linie ist nicht in Sicht. Präsident Biden sitzt zwischen den Stühlen. Die Folge ist eine unschlüssige Politik zulasten der Konjunktur.

Ein Schlagabtausch im US-Kongress im September dient hervorragend dazu, die unterschiedlichen Positionen zum Thema Klimawandel und Energiestrategie in den USA  zusammenzufassen. Die Abgeordneten hatten die wichtigsten Banker des Landes vorgeladen, unter anderem, um deren Positionen zur Öl- und Gasindustrie zu hinterfragen. Es war eine dieser Veranstaltungen, die grundsätzlich wenig Mehrwert bringen, weil es den Politikern vor allem darum geht, sich zu profilieren – und weniger darum, mit den Vorgeladenen konstruktive Lösungen zu komplexen Themen zu finden.

Trotzdem war das Interesse groß, es passiert nicht alle Tage, dass sich die drei bedeutendsten Bankchefs dem Kreuzverhör der US-Politik zu dem Thema Klimawandel stellen müssen: Jamie Dimon von JP Morgan, Brian Moynihan von der Bank of America und Jane Fraser von Citigroup. Da prallen Welten aufeinander, wie sich zeigen sollte, als Rashida Tlaib das Wort ergriff. Die Abgeordnete aus Michigan zählt zur sogenannten „Squad“, einer Gruppe von jungen Politikern um Alexandria Ocasio-Cortez, die bei den Demokraten den Flügel ganz am linken Rand abbilden.