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Gold

Wie sauber muss Gold sein?

(c) REUTERS (NACHO DOCE)
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Der Goldabbau wird wegen des Einsatzes von Quecksilber und unsäglicher Arbeitsbedingungen im Kleinbergbau häufig als „schmutzig“ bezeichnet. Ist da was dran? Und überhaupt: Hat Gold gerade jetzt seine Funktion als Krisenwährung verloren?

Nirgendwo wird so viel Gold geschürft wie in China. 370 Tonnen des wertvollen Edelmetalls wurden dort im Vorjahr aus dem Boden geholt. Dahinter folgen Australien, Russland und die USA. Weltweit wurden 2021 rund 3500 Tonnen Gold gefördert, Tendenz steigend. Überall, wo Goldminen entstehen, prägen sie die Region. Dort, wo heute die Sechs-Millionen-Metropole Johannesburg steht, war noch vor 140 Jahren nichts als Savanne. 1886 stießen erste Goldgräber dorthin vor, die gesamte Region verfiel in einen Goldrausch. Binnen weniger Jahre entstand um die verheißungsvollen Minen die größte Stadt Südafrikas. „Stadt des Goldes“ wurde sie genannt. Auch hundert Jahre später galt das Land als größter Goldproduzent der Welt, noch in den 1980er-Jahren stand Südafrika für zwei Drittel der globalen Produktion. Der daraus resultierende Reichtum sollte sich aber ungleich verteilen, auch die Natur wurde durch den Einsatz giftiger Chemikalien, die nötig waren, um das Gold aus dem Boden zu holen, für die folgenden Generationen nachhaltig beschädigt.

Wenngleich der Bergbau für Südafrika in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung verloren hat, zählt das Land immer noch zu den wichtigsten Goldproduzenten der Welt. Immer noch beträchtliche 100 Tonnen wurden vergangenes Jahr gefördert – etwa so viel wie in Peru. Der Andenstaat ist der größte Goldproduzent Südamerikas. Und bekannt für seinen informellen Kleinbergbau, in dem zehntausende Arbeiter beschäftigt sind – meist unter widrigsten Bedingungen, in der Hoffnung auf das große Glück.