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Edelmetalle

Stabile Krisenvorsorge: Gold ist die beliebteste Anlageform Österreichs

APA/ROBERT JAEGER
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Etwa 59 Prozent der Befragten nennen explizit Gold als bevorzugte Anlageform, wie aus der aktuellen Goldstudie der Universität St. Gallen hervorgeht. Die Aussicht auf eine Rendite oder auf Steuervorteile spielt beim Erwerb von Edelmetallen jedoch kaum eine Rolle.

Für knapp zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher stellt eine Geldanlage in Edelmetalle eine sinnvolle Investition dar, sollten sie einen größeren Betrag zur Verfügung haben. Und etwa 59 Prozent der Befragten nennen explizit Gold als bevorzugte Anlageform. Dies geht aus der Goldstudie 2022 hervor, die von der Universität St. Gallen im Auftrag des Edelmetallhändlers philoro durchgeführt wurde.

Damit sind Edelmetalle mit 61 Prozent Zustimmung bei den Anlegern beliebter als Immobilien (53 Prozent) und Aktien (24 Prozent). "Die Menschen haben erkannt, welche Vorteile Edelmetalle bieten, wenn es um Langfristigkeit, Stabilität und Krisenvorsorge geht", sagte Studienautor Sven Reinecke von der Universität St. Gallen im Rahmen einer Pressekonferenz. Wobei sich, so Reinecke, die geopolitisch unsichere Lage auf das Umfrageergebnis ausgewirkt habe.

Dies zeigt sich deutlich bei den Studienergebnissen: Denn für 64 Prozent der Befragten stehen die Stabilität und die Langfristigkeit der Anlage im Vordergrund. Sicherheit und Krisenvorsorge ist für 55 Prozent ein Argument, in Edelmetalle zu investieren. Inflationsschutz führten 35 Prozent und Vermögensaufbau 23 Prozent der Befragten als Beweggrund an.

Ein Fünftel würde sich wegen der Greifbarkeit und Sichtbarkeit (22 Prozent) oder der Anonymität (20 Prozent) für Edelmetalle entscheiden. Die Aussicht auf eine Rendite oder auf Steuervorteile spielt beim Erwerb von Edelmetallen kaum eine Rolle. Allerdings fokussieren sich die Anleger auf Gold. So haben die Edelmetalle Platin (zwölf Prozent), Silber (elf Prozent) und Palladium (acht Prozent) nur eine untergeordnete Bedeutung als Geldanlage.

Dessen ungeachtet gibt es nach wie vor Skepsis, sagte Martin Krieger, Head of Group Business Development von philoro: "Zu Teilen besteht auch immer noch der Mythos, Gold sei nur etwas für die Elite, also die höhere Einkommensschicht".

Durchschnittlich 220 Gramm

Rund ein Drittel (36 Prozent) der Österreicherinnen und Österreicher, die Edelmetalle erwerben möchten, wollen zwischen 1001 und 5000 Euro investieren. Im Durchschnitt besitzt jede goldanlegende Person in Österreich 220 Gramm physisches Gold in Form von Barren oder Münzen mit einem aktuellen Wert von rund 12.000 Euro. Schmuck wurde dabei nicht berücksichtigt. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt der durchschnittliche Besitz von Gold-Anleger bei 100 Gramm.

Wobei die Erhebung des Goldbesitzes zusammen mit dem Marktforschungsinstitut LINK durchgeführt wurde. Der gesamte Goldbesitz aller Österreicherinnen und Österreicher wird im Rahmen der Studie 388 Tonnen mit einem Wert von 21,4 Mrd. Euro angegeben.

Der Edelmetallhändler philoro wurde 2011 gegründet und verfügt über Filialen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein sowie Niederlassungen in Hongkong und New York. Derzeit wird bei Korneuburg in Niederösterreich eine Affinerie sowie ein Goldlager um rund 50 Mio. Euro errichtet. Die Affinerie soll im Herbst nächsten Jahres in Betrieb gehen.

(APA)