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WM-Vorschau

Die Verteidigung gehört nicht mehr zu Brasiliens Fußballkunst

Dani Alves' Gastspiel bei den Pumas in Mexiko war eigentlich keine WM-Empfehlung.
Dani Alves' Gastspiel bei den Pumas in Mexiko war eigentlich keine WM-Empfehlung.APA/AFP/ULISES RUIZ
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Unter Teamchef Tite soll nur die Offensive zaubern. Auch deshalb fährt Dani Alves mit 39 Jahren noch einmal zu einer Endrunde.

Wien. Einer der Glückwünsche an Dani Alves für die WM kam aus Mexiko. Der Hauptstadtklub Pumas gratulierte dem Rechtsverteidiger via Twitter zur doch überraschenden Nominierung für Brasilien, immerhin ist der 125-fache Teamspieler bereits 39 Jahre alt. Das Kuriose daran: Es ist gar nicht klar, ob Alves überhaupt noch Pumas-Spieler ist. Der Routinier soll eine einseitige Klausel gezogen haben, um den eigentlich bis Sommer laufenden Vertrag zu lösen. Denn sein erklärtes Ziel, es wie 2010 und 2014 in den WM-Kader (2018 fehlte er verletzt) zu schaffen, hat Alves erreicht. Allerdings kaum dank seiner Leistungen in der mexikanischen Liga.

Dorthin hatte es Alves im Rennen um das WM-Ticket nach Katar nach Verwerfungen mit São Paulo über ausständige Gehaltszahlungen und einer enttäuschenden Rückkehr nach Barcelona verschlagen. Vier Assists in zwölf Spielen für die Pumas und damit die meisten seines Teams weckten zumindest Erinnerungen an die Qualitäten, mit denen er einst die Barça-Hochzeiten mitgeschrieben hatte (23 Titel von 2008 bis 2016). Mit den Pumas reichte es nur zu einem Sieg. Noch im September urteilte Nationaltrainer Tite über Alves: „Nicht fit genug.“ Im mexikanischen Liga-Play-off ohnehin zum Zuschauen verdammt, schob der Altstar deshalb bei Barcelonas B-Team Extraschichten. Mit Erfolg. Doch was sagt das über Brasiliens WM-Team aus?