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Kollektivvertrag

Kann Kaufkraft erhalten werden? Im Handel wird wieder gefeilscht

Die Konsumstimmung ist gedrückt.
(c) REUTERS (BERNADETT SZABO)
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Hohe Kosten und eine miese Konsumlaune machen den Händlern zu schaffen, gleichzeitig fehlen der Branche 20.000 Arbeitskräfte. Am Donnerstag wird wieder über Gehälter verhandelt – die Vorstellungen liegen weit auseinander.

Die Metaller haben es vorgemacht. Nach einem zwölfstündigen Verhandlungsmarathon haben sich die Sozialpartner vergangene Woche auf ein Lohnplus von 7,44 Prozent geeinigt – ein Kompromiss, den beide Seiten als Erfolg verkaufen konnten.

Ähnliches erwartet man auch vor der dritten Verhandlungsrunde im Handel am Donnerstag, gelten doch die Metaller als wichtiger Maßstab für andere Branchen. Daraus solle man aber keine voreiligem Schlüsse schließen, betonen die Verhandlungspartner: Es gehe nicht darum, „Rituale aus der Vergangenheit zu bedienen“. Eine Einigung in der dritten Verhandlungsrunde scheint also keinesfalls eine ausgemachte Sache zu sein. Wie sich am Donnerstagabend herausstellte, ein berechtigter Gedanke - auch die dritte Runde blieb ohne Einigung.

Tatsächlich haben sich die Fronten zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft vergangene Woche verhärtet. Die Arbeitnehmervertreter reagierten verschnupft auf das Angebot der Arbeitgeber, die nur ein fixes Gehaltsplus von 3,5 Prozent in Aussicht gestellt haben, samt steuerfreien Einmalzahlungen. Keinesfalls werde man ein solches Angebot akzeptieren, teilten die Gewerkschafter mit. Man erwarte mehr Wertschätzung gegenüber den Handelsangestellten. Die Stimmung war unterkühlt, die Sitzung beendet. Wie stehen die Vorzeichen vor der nächsten, der möglicherweise letzten Verhandlungsrunde am Donnerstag?