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Abgabenfreie Teuerungsprämie

Steuerberaterin: "Inflations-Rekordjahr steht noch bevor"

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Archivbild.(c) REUTERS (HANNAH MCKAY)
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Im Herbst wurde das Entlastungspaket für Arbeitgebende beschlossen, um Prämien bis zu 3000 Euro abgabenfrei an Mitarbeitende auszuzahlen. Viele Unternehmen warten die Ergebnisse der Kollektivvertragsverhandlungen ab, andere zahlen bereits aus.

Heuer und im kommenden Jahr können bis zu 3000 Euro abgabenbegünstigt an Dienstnehmer ausbezahlt werden. Diese Freiheit bezieht sich auf alle Lohnabgaben (darunter Lohnsteuer, Sozialversicherung und betriebliche Vorsorge) und ist ein Instrument, um die Teuerung merkbar abzufedern und als Arbeitgeber auch in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiv zu bleiben, sagt Claudia Sonnleiter, Partnerin des Wirtschaftsprüfungsunternehmens BDO. 

„Ich bin seit 17 Jahren in der Personalverrechnung tätig und so etwas hat es noch nie gegeben“, sagt sie, und meint: „Prämien komplett abgabenbefreit auszahlen zu können.“ Doch es sei erstaunlich, denn obwohl sie dazu rät, von diesem Angebot Gebrauch zu machen, sind nur „extrem wenige“ Klienten aktuell bereit, Folge zu leisten. Auf Basis einer Blitzumfrage an den BDO-Standorten in Wien, Steiermark, Burgenland, OÖ und Kärnten könne man nur von knapp zehn Prozent sprechen.

Von diesen wenigen Unternehmen entscheiden sich fast alle für Einmalzahlungen, betont sie, um für einen Wow-Effekt zu sorgen. Dies sei jedoch nicht nachhaltig, da man aus der Organisationspsychologie wisse, dass die Begeisterung bei den Mitarbeitenden nach wenigen Monaten verfliegt. Sie empfehle deshalb, den Betrag in monatlichen Tranchen auszuzahlen. Und auch, nach Verdienst und nicht nach Beschäftigungsausmaß, zu staffeln.