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Vom Fach: Gefragt und gefordert sein

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Archivbild.(c) APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA
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Österreichweit mangelt es in vielen Branchen an Fachkräften, besonders stark betroffen ist der IT-Sektor. Denn es gibt ein Produktivitätswachstum von mehr als 60 Milliarden Euro zu verlieren.

Die schlechte Nachricht zuerst: Im dritten Quartal 2022 blieben österreichweit 218.100 Arbeitsstellen unbesetzt. Davon fallen rund 24.000 auf IT-Fachkräfte, analysiert der Fachverband für Informationstechnologie (Ubit). Die Folgen sind nicht unwesentlich, denn durch den Ausbau der digitalen Infrastrukturen wäre ein Produktivitätswachstum von mehr als 60 Milliarden Euro zu erreichen. Zu diesem Schluss kommt die Modellrechnung des Österreichischen Infrastrukturreports 2023, der diese Woche vorgestellt wurde.

Umschulungen mit Mehrwert

Der Report zeigt, dass knapp die Hälfte der Befragten über fehlende IT-Mitarbeitende und 33 Prozent über zu geringe IT-Kompetenzen dieser klagen. Man müsse zwei Zugänge unterscheiden, sagt Georg Krause, CEO bei MSG Plaut: „Vonseiten der Politik gilt es, IT-Bildungsansätze zu fördern, und Unternehmen sind gefordert, die eigenen Mitarbeitenden (um-)zuschulen.“ Und „nearshoring“ zu nutzen, also IT-Fachkräfte aus dem Ausland mit heimischen Arbeitskräften zu vernetzen. Apropos Ausland: Gemäß dem Report rechnet der Großteil damit, eine Erleichterung durch die Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte zu spüren. Denn, sagt Krause, „hier wird viel getan, aber aktuell gibt es noch Durchlaufzeiten von vier bis sechs Monaten. Das ist viel zu lang.“