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Interview

Gernot Rohr: „Afrika lebt Fußball mit exzessiven Emotionen“

Gernot Rohr führte Nigeria zur WM 2018 und beim Afrika-Cup 2019 auf Platz drei.
Gernot Rohr führte Nigeria zur WM 2018 und beim Afrika-Cup 2019 auf Platz drei.REUTERS
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Über ein Jahrzehnt arbeitete Gernot Rohr, 69, als Trainer in Afrika. Der Deutsche erzählt von Begeisterung, Problemen oder Politikern, die einfach mittrainieren wollten.

Sie haben in Gabun, Niger, Burkina Faso und bis 2021 fünf Jahre lang in Nigeria als Nationaltrainer gearbeitet. Wie wird in diesen Ländern Fußball gelebt?

Gernot Rohr: Mit sehr viel Begeisterung und Enthusiasmus. Manchmal ist es ein bisschen exzessiv, aber das ist auch der Charme. Die exzessiven Emotionen habe ich bei allen meinen Stationen erlebt, daran muss man sich anpassen. Nigeria ist ein Riesenland, da ist das besonders stark, dazu die sozialen Medien. Man muss schon eine starke Widerstandskraft in sich haben, um das alles zu ertragen.

Wie sehr sind diese Emotionen auch in der Kabine zu spüren?

Besonders dann, und das habe ich ein paar Mal erlebt, wenn in der Halbzeit plötzlich der Verbandspräsident in der Kabine auftaucht und seinen Senf dazugeben will

Bekommt man irgendwann auch bei diesen Auftritten Routine?