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15 Kopten aus Österreich auf Al-Qaida-"Todesliste"

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Kopten (Symbolfoto)(c) AP (BEN CURTIS)
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Die Terrororganisation "Islamischer Staat Irak" veröffentlichte im Internet eine "Todesliste": Fünf Österreicher und zehn in Österreich arbeitende Kopten werden bedroht. Der Verfassungsschutz ermittelt Innenministerium bestätigt Ermittlungen des BfV - Täter stecken angeblich hinter Stockholm-Bomben

Im Internet ist eine sogenannte "Todesliste" von Al-Qaida-Terroristen aufgetaucht, auf der auch 15 Kopten aus Österreich bedroht werden. Konkret handle es sich um fünf Österreicher sowie zehn Kopten, die in österreichischen Kirchen arbeiten würden. Innenministeriums-Sprecher Rudolf Gollia bestätigte einen Bericht der Tageszeitung "Österreich" gegenüber der APA. Die Organisation sie bekannt sei und die Ermittlungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) würden laufen, so Gollia.

Mehr als 100 Menschen auf der Liste

Die Terrororganisation "Islamischer Staat Irak" habe die Liste auf ihrer Homepage veröffentlicht, schreibt "Österreich" weiter. Einer der Bedrohten, der Fotoreporter William Tadros, habe bestätigt, dass er sich bereits an den Verfassungsschutz gewendet habe. "Die Al-Qaida will uns töten, weil wir uns für die christliche Minderheit in Ägypten einsetzen", so Tadros gegenüber "Österreich".

Auf der Homepage, auf der die Todesliste veröffentlicht worden sei, würden über 100 Kopten im Speziellen und Christen im Allgemeinen bedroht. Der Papst werde als "dummer Teufel" diffamiert. Die Gruppierung habe sich demnach bereits zu einem Massaker in einer Kirche in Bagdad und zum Terrorattentat in Stockholm im Dezember bekannt.

Verfassungsschutz ermittelt

FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache sei von den Bedrohten kontaktiert worden und habe bereits einen Brief an Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) geschrieben, in welchem diese ersucht werde, "dem Bedrohungsszenario ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken und alles zu unternehmen, um den Schutz der bedrohten Personen zu gewährleisten".

Der heimische Verfassungsschutz hat nach Angaben des Innenministeriums bereits mit den Bedrohten, soweit möglich, Kontakt aufgenommen, Verhaltensregeln besprochen und ermittelt.

 

(APA)