Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Interview

"Mein Vater log noch auf dem Totenbett"

Gedenktafel Operation AUTHOR I zur Erinnerung an die Zusammenarbeit der franz�sischen R�sistance mit den alliierten Trup
Er sei geheimer Berater von Charles de Gaulle gewesen - auch das gehörte zu den Lügen von Chalandons Vater: Gedenktafel zur Erinnerung an die Zusammenarbeit der Résistance mit den alliierten Truppen 1945.(c) imago images/imagebroker (imageBROKER/Michael Weber via www.imago-images.de)
  • Drucken

Sorj Chalandon glaubte dem Vater zuerst, dass er Résistance-Kämpfer, dann, dass er bei der Waffen-SS war - bis zum Fund eines Dossiers: Der französische Autor über die schauderhafte Geschichte hinter seinem Roman „Verräterkind“.

Ein Fake-Résistance-Kämpfer, mythoman, gewalttätig, so haben Sie bisher vom Vater erzählt. Aber seine Lügen reichten noch viel, viel weiter, wie Sie 2020 entdeckten. Anders als im Roman konnten Sie ihn damit nicht mehr konfrontieren . . .

Heute bin ich sehr froh darüber. Es hätte extrem gefährlich sein können, für ihn, uns, vor allem für meine Mutter. Psychiater sagen, dass Menschen, die so lang in einer Lüge leben und dann herausgerissen werden, sich in Selbstmörder oder Bestien verwandeln können. Meinen Vater sehe ich eher andere als sich selbst umbringen.


Für seine angeblichen Résistance-Verdienste erhielt er den Orden der Légion d'honneur. Was nun aus dem Dossier hervorgeht: