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Serie: Gefühlssache

Woran leidet eine Frau mit „Daddy Issues“?

„Daddy Issues“ werden Frauen oft attestiert, um sie kleinzureden. Welches Krankheitsbild und welcher Vorwurf steckt hinter dem Begriff?

Oft ist es eine dahingesagte Laiendiagnose, spricht man etwa über eine Freundin, die kein Händchen für die richtige Partnerwahl hat. Oder ein unausgeprochenes Urteil, wenn man über Leonardo Dicaprios jüngste - ältere gibt es keine - romantische Eskapade liest: „Sie hat wohl Daddy Issues“. Ein Vaterkomplex wird jungen Frauen schnell attestiert, wenn sie sich ältere Partner suchen oder prinzipiell Partner, die sie schlecht behandeln oder die narzisstische Züge aufweisen. Überhaupt ist der Begriff diffus in seiner Bedeutung und klingt trotzdem ganz eindeutig nach einem Vorwurf, wird er auf andere angewendet.

Frauen mit vermeintlichen „Daddy Issues“ wird schnell ein geringer Selbstwert, Hypersexualität und Anhänglichkeit nachgesagt. Popkulturelle Vorbilder gibt es genug, angefangen bei der jüngsten Marilyn Monroe-Darstellung im Spielfilm „Blonde“, der Comic-Antiheldin Harley Quinn aus dem DC Universum oder dem Charakter Cassie Howard aus der US-Erfolgsserie „Euphoria“. Was auch mit ein Grund dafür ist, dass der Begriff in den sozialen Medien zum einen erotisiert wird, zum anderen verwendet wird, um jungen Frauen Promiskuität vorzuwerfen.

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