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Gesundheit

Herz-Jesu Krankenhaus: Von der modernen Technik bis zur psychischen Balance

Computertomograf (CT) vom Typ Somatom X.cite des Herstellers Siemens .
Computertomograf (CT) vom Typ Somatom X.cite des Herstellers Siemens.Siemens Healthineers
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Krankenhaustechnik am Puls der Zeit

Die Radiologie des Herz-Jesu Krankenhauses im dritten Wiener Gemeindebezirk freut sich über die Anschaffung eines neuen Computertomografen (CT) vom Typ Somatom X.cite (Siemens). Nachdem das alte CT nun mehr als zehn Jahre wertvolle Dienste geleistet hat, ist es an der Zeit, die nächste Generation der bildgebenden Diagnostik im Herz-Jesu Krankenhaus willkommen zu heißen. „Zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten versuchen wir immer am aktuellen Stand der Technik zu sein“, sagt Primar Till Bader, Vorstand der Abteilung für Radiologie im Herz-Jesu Krankenhaus. Mit Ende des Jahres wird das neue Gerät voll im Einsatz sein.

Bessere Bilder bei weniger Strahlung

„Klarer Vorteil des neuen Computertomografen ist die bessere Bildgebung und damit genauere Diagnostik, und das bei geringerer Strahlenbelastung“, erklärt Bader. Zudem ist das neue CT doppelt so schnell wie das bisherige Gerät. Das heißt, dass Verzerrungen die beispielsweise durch die Atmung verursacht sind, besser vermieden werden können und die Bilder daher schärfer sind.

Prim. Univ.-Doz. Dr. Till Bader, MSc., Vorstand der Abteilung für Radiologie im Herz-Jesu Krankenhaus
Prim. Univ.-Doz. Dr. Till Bader, MSc., Vorstand der Abteilung für Radiologie im Herz-Jesu KrankenhausHerz-Jesu Krankenhaus

Auch die Dual-Energy-Technologie, bei der das Bild mit zwei verschiedenen Strahlenfrequenzen angefertigt wird, ermöglicht es, viel mehr Information aus dem Gewebe zu gewinnen. Der Radiologe erklärt auch, wie sich der Effekt von Kontrastmittel auf diese Weise effizienter darstellen lässt. „Der Zustand vor und nach dem Einsatz von Kontrastmittel kann bei diesem Gerät künstlich herausgerechnet werden, wodurch man den zu Untersuchenden einen Bestrahlungsdurchgang erspart.“

Reduktion von Metallartefakten

Orthopädische Implantate wie Gelenkprothesen an Hüfte, Knie und anderen Gelenken, die bereits sehr häufig eingesetzt werden, führen zu Störungen im CT. Diese Metallartefakte reduzieren die Bildqualität und erschweren dadurch die Diagnose. „Good news – auch hier kann das neue Siemens-CT punkten, indem es in der Lage ist, Metallartefakte wesentlich besser zu unterdrücken als sein Vorgänger“, erklärt Bader zufrieden.

Mit Herz, Hirn und Verstand

So hochmoderne, technische Wunderwerke Krankenhäuser heutzutage auch sind, das seelische Wohl darf trotzdem nie zu kurz kommen. „Gerade nach diesen schwierigen Zeiten mit Lockdowns, die den Menschen viel abverlangt haben, sind zusätzliche Belastungen, wie beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt, für viele schon nicht mehr gut auszuhalten“, erzählt Markus Breier, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut des Herz-Jesu Krankenhauses. „Schon mit einer fremden Person das Zimmer teilen zu müssen, kann persönliche Grenzen verletzen. In solchen Stressmomenten können Dinge aus Menschen herausbrechen, die im normalen Alltag noch gut zu bewältigen gewesen wären“, berichtet Kollegin und Klinische Psychologin Karin Lahnsteiner. „Ein Gespräch mit psychologisch geschultem Personal kann Abhilfe schaffen, die innere Ruhe wiederzufinden.“

Markus Breier, klinischer Psychologe und Psychotherapeut im Herz-Jesu Krankenhaus
Markus Breier, klinischer Psychologe und Psychotherapeut im Herz-Jesu KrankenhausHerz-Jesu Krankenhaus

Obwohl es in Österreich bereits seit 1993 gesetzlich verankert ist, dass in jedem Krankenhaus psychologische Unterstützung angeboten werden muss, hat eine große Zahl von Patienten und Patientinnen immer noch Vorbehalte. „Viele, vor allem ältere Leute, trauen Psychologen nicht über den Weg“, sagt Breier. „Aber im Prinzip tut es jedem Menschen gut, einmal das Herz auszuschütten. Wichtig dabei: Jedes Entlastungsgespräch bietet mehr Raum für Heilung.“
Da aber nicht jede Person gleich auf das Einzelgespräch anspringt, gibt es im Herz-Jesu Krankenhaus auch die „Kognitive Gedächtnisgruppe“, die zusammen mit der Seelsorge einmal pro Woche stattfindet. Hier geht es nicht nur darum, das Kurz- und Langzeitgedächtnis spielerisch zu trainieren, sondern natürlich vor allem um den sozialen Aspekt.“

Info: www.kh-herzjesu.at