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COP27

Gewessler warnt: „Wir fallen zurück in eine Welt, die mit Paris überwunden war“

Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler in Sharm El-Sheikh.
Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler in Sharm El-Sheikh.(c) APA/BMK/CAJETAN PERWEIN (CAJETAN PERWEIN)
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Klimaschutzministerin Leonore Gewessler warnt, dass der Gipfel in Ägypten den Planeten im Klimaschutz zurückwerfen könne. Manchen Ländern gehe es mehr ums Geld, als darum, die Erwärmung zu bremsen.

Sharm El-Sheikh. Die Chancen, dass die Klimakonferenz in Ägypten am heutigen Freitag planmäßig zu Ende gehen wird, stehen quasi bei Null. Am Donnerstagmorgen hat die ägyptische COP-Präsidentschaft einen sehr vagen ersten Entwurf für ein mögliches Schlussdokument herumgereicht, das Experten umgehend als „Einkaufszettel“ kritisierten.

Der für das Erreichen der Klimaziele notwendige Ausstieg aus fossilen Brennstoffen kommt darin ebenso wenig vor, wie ein konsensfähiger Vorschlag, wie die Staaten die Kosten der Klimafinanzierung aufteilen könnten. In der dürren Auflistung fanden sich zudem Punkte, die vielleicht Lobbyisten am Rande der Gespräche gefordert hatten, im Verhandlungssaal aber nicht einmal erwähnt wurden, wundern sich Beobachter.

Wenig begeistert zeigte sich auch Österreichs Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, die gemeinsam mit ihrer schwedischen Amtskollegin für die Europäische Union den Bereich der Anpassung an den Klimawandel (Adaptation) verhandelt. „Diese 20 Seiten schaffen in vielen Breichen mehr Kontroversen als dass sie Gräben zuschütten“, kritisiert die Grüne-Politikerin. „So wie das jetzt dasteht, kann das kein akzeptables Ergebnis sein.“