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Quergeschrieben

Der Weltuntergang, der wie gerufen kommt

Nein, nur weil man glaubt, einer guten Sache zu dienen, ist man nicht berechtigt, zu irgendeiner Form der Gewalt zu greifen.

Ist es legitim, als Zeichen des Protestes gegen die Klimapolitik den Verkehr lahmzulegen und damit auch gegebenenfalls Rettungsautos zu behindern wie jüngst in Berlin oder Gemälde von Weltrang mit schwarzem Öl anzuschütten, wie das derzeit fast täglich vorkommt? Nein, sagt jüngsten Meinungsumfragen zufolge die Mehrheit der Bevölkerung und steht damit fest auf dem Boden von Rechtsstaatlichkeit und liberaler Demokratie.

Ja, sagt hingegen der Leitartikler im jüngsten „Profil“ (vom 13.11.). Wir stehen, so ist da zu lesen, „vor der größten Katastrophe der Menschheit“, also „sind sehr viele Mittel legitim“. Der Zweck heiligt also wieder einmal die Mittel. Leider erfahren wir in dem Kommentar nicht, wer mit welcher Legitimation entscheidet, ob wir es nun mit der größten oder allergrößten Katastrophe oder der Apokalypse zu tun haben und was dadurch legitimiert wird.