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Kolumne

Vorsicht, Stein fällt!

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 468. Warum nicht alles so natürlich ist, wie es scheint.

Würde man eine Erhebung durchführen und nach dem bekanntesten Naturgesetz fragen – was würde dabei wohl herauskommen? Die Gravitation vielleicht. Dass ein Stein nach unten fällt, den wir in die Höhe halten und loslassen, erscheint uns – Achtung, Sprechblase – natürlich. Auch wie sich Pflanzen und Tiere verhalten, wenn man sie nicht daran hindert.

Bemerkenswert ist, wie oft im Businesssprech davon die Rede ist, dass dieser Umstand oder jener Prozess „natürlich“ seien – scheinbar ohne jede Möglichkeit einzugreifen, gleichsam unabänderlich. Zwänge und Einschränkungen gibt es klarerweise, naturgesetzlich sind davon aber die wenigsten. Als natürlich wird eben gern bezeichnet, woran wir uns gewohnt haben oder schleunigst gewöhnen sollen.
Jetzt gänzlich auf das Wort „natürlich“ verzichten? Das wird in der Praxis kaum gehen – natürlich nicht.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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